Pressemitteilung
12.06.2012

Energieeffizienz und Energiemanagement: Strategien, Maßnahmen und Techniken auf der EnMa 2012 in München

Ab 2013 sollen Entlastungen bei der Energie- und Stromsteuer an die Einführung von Energiemanagementsystemen gekoppelt werden. Damit erhöht die Regierung den Druck auf Unternehmen nochmals deutlich, sich intensiv mit dem Thema Energieeffizienz auseinanderzusetzen. Doch oft fehlt den Verantwortlichen das Know-how, um ein Energiemanagementsystem zu etablieren und betriebliche Prozesse energieoptimiert zu gestalten. Praxisgerechte Fachinformationen und Best-Practices zu Strategien, Maßnahmen und Techniken bietet die Fachtagung für Energiemanagement und Energieeffizienz  „EnMa“ am 15./16. Oktober 2012 in München.

Erfahrene Referenten aus Beratungsunternehmen und Industrie zeigen auf der „EnMa 2012“ Energieeinsparpotenziale auf, die in allen Branchen ausgeschöpft werden können. Daneben stehen organisatorische und technische Lösungsansätze auf der Agenda. Schwerpunkte der Tagung, die von der WEKA-Akademie veranstaltet wird, sind dieses Jahr die Einführung und Zertifizierung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001, Workshops zum softwaregestützten Energiemanagement und Energieeinsparungen durch moderne Speicher- und Wärmeübertragungssysteme.

Tagungsleiterin und Energiemanagement-Beraterin Susanne Regen eröffnet die Veranstaltung mit einem Vortrag über Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001. Sie wirft zunächst einen Blick auf die aktuelle energiepolitische Situation und den  Stand der Normung.  Weiter geht sie auf die finanziellen Vorteile von Energiemanagementsystemen ein, stellt die Anforderungen der DIN EN ISO 50001 vor und macht die Tagungsgäste mit den Elementen eines Managementsystems nach der neuen internationalen Norm vertraut.

Seine Projekterfahrungen bei der Einführung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN 50001 in verschiedenen Unternehmen schildert Matthias Voigtmann von der Energy Consulting Allgäu GmbH in Kempten. Er beantwortet auch die Frage, welche Kosten mit der Systemeinführung einhergehen. Das Zusammenwirken eines Energiemanagementsystems mit anderen Managementsystemen und die Zertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 betrachtet schließlich Rüdiger Kruse von der TÜV Süd Management GmbH in München.

Energieeffizienz als betriebswirtschaftlicher Ertragsfaktor ist das Thema von Thomas Schedl. Der Vorstand der Landsberger Sempact AG ist KfW-Berater sowie TÜV-zertifizierter Energieeffizienz-Beauftragter, -Auditor und -Zertifizierer. Seine These lautet, dass ein Unternehmen 10 Jahre produzieren kann – für die Energiekosten von acht Jahren. Schedl benennt die Kennzahlen, mit denen Energieeffizienz messbar wird und belegt, dass interne wie externe Best-Practice-Werte als Benchmarks dabei helfen, die wirklich lukrativen Einsparpotenziale  zu identifizieren.

Am Beispiel von Gewerbeimmobilien veranschaulicht Matthias Speicher, geschäftsführender Gesellschafter der eec energy efficiency consultants in Stuttgart, wie Energiemanagement in der Praxis aussieht – vom Erfassung der Gebäudestammdaten über das Ermitteln von Einsparpotenzialen und den Einsatz gering investiver Maßnahmen bis hin zur Qualifikation von Mitarbeitern und der Sicherung der Nachhaltigkeit.

Einen Überblick über thermische Energiespeicher- und Übertragungssysteme gibt Oliver Rausch, System Engineering Consultant bei der techem Energy Services GmbH, Eschborn. Er zeigt, wie Wärmetauscher, Wärme- und Trinkwasserspeicher sowie Latent-, Eis- und Paraffinspeicher aufgebaut sind, wie sie eingebunden werden und welche Energieeinsparungen mit diesen Systemen zu erzielen sind. 

Am Nachmittag bietet sich die Gelegenheit an einen der zwei angebotenen Workshops zum Thema Softwaregestütztes Energiemanagement teilzunehmen. Auf Basis von Prozessdaten werden in Workshop A Kosten-, Material- und Energieströme mittels Software visualisiert, um Energieeinsparpotenziale sichtbar zu machen. Um softwaregestützte Lastgangvisualisierung und -analyse geht es in Workshop B. Hier erfahren die Teilnehmer, welche Darstellungsmöglichkeiten Software bietet und lernen anhand von  Fallbeispielen, aus der Betrachtung des Lastgangs Optimierungspotenziale abzuleiten.

Zwei interessante Best-Practice-Vorträge runden die Veranstaltung ab. Über die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN 16001 bei der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH in Peißenberg berichtet Produktions- und Werksleiter Herbert Klein. Er und seine Kollegen erwägen inzwischen bereits, den Weg zur DIN EN ISO 50001 zu beschreiten. Um ihre Energieeffizienz zu steigern und Energiekosten zu sparen, setzt die Brauerei Hofbräu München auf Wärmerückgewinnung. Ben-Patrice Zollenkopf, der Umweltbeauftragte des Unternehmens, erklärt Funktionsweise und Effekte des Systems, von dem sich die Tagungsbesucher bei der anschließenden Brauereiführung in der Messestadt-Riem auch vor Ort ein Bild machen können.

Termin, Ort  und Teilnahmegebühr:
Die Fachtagung Energiemanagement und Energieeffizienz „EnMa“ findet am 15./16.10.2012 in München statt. Teilnahmekosten pro Teilnehmer 890,- Euro zzgl. 19 % MwSt. Vollständiges Tagungsprogramm unter http://www.fachtagung-enma.de