News | Infrastruktur
14.10.2015

Zukunftsinvestitionsprogramm macht es möglich

Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann setzt sich für den barrierefreien Ausbau auch von kleinen Bahnhöfen ein. Die Auflegung des Zukunftsinvestitionsprogramms 2016 bis 2018 des Bundes bietet die Möglichkeit, kleine Verkehrsstationen behindertengerecht auszubauen.

Das Münchner Rathaus© juergen2008 /​ iStock /​ Thinkstock

In Bayern können nun auch kleine Bahnhöfe barrierefrei ausgebaut werden

Kleine Bahnstationen in Deutschland waren bislang von der Deutschen Bahn AG als deren Eigentümerin nicht für den barrierefreien Ausbau vorgesehen. Mit dem Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP) 2016 bis 2018 des Bundes ändert sich das. Insgesamt stehen bundesweit rund 50 Millionen Euro, bereitgestellt vom Bundesverkehrsministerium, für den Ausbau zur Verfügung.

„Die beim Bund angemeldeten Maßnahmen weisen in der Regel bereits einen Planungsfortschritt auf, so dass wir gute Aussichten auf eine Fertigstellung bis 2018 haben. Natürlich setzen wir eine entsprechende Unterstützung durch die Deutsche Bahn AG voraus“, so der bayerische Verkehrsminister Joachim Herrmann. Er rechnet mit zirka 10 bis 15 Millionen Euro Fördergeldern aus Berlin. Da aus dem Programm nur 50 Prozent der Kosten gefördert werden, müssen für den jeweiligen Einzelfall noch weitere Finanzierungsanteile sichergestellt werden. Welche Schienenverkehrsstationen tatsächlich aus dem ZIP barrierefrei ausgebaut werden können, soll voraussichtlich vom Bund noch dieses Jahr entschieden werden.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")

Produkte und Veranstaltungen

Produktempfehlungen