News | Information 10.09.2015

Wasserpreis: 17,8 Millionen fließen an die Kunden zurück

Die Städtischen Werke Kassel haben sich mit dem Land Hessen verständigt, den Wasserpreis in Kassel und Vellmar rückwirkend zu senken. Damit ist der Streit um die 2008 von der Landeskartellbehörde verfügte Preissenkung beendet. Der Versorger muss 17,8 Millionen locker machen.

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Städtische Werke Kassel einigen sich mit Land Hessen im Streit um den Wasserpreis

Die Landeskartellbehörde hatte im April 2008 gegen die Kasseler Städtischen Werke eine Preissenkung von 37 Prozent beim Wasserpreis verfügt, weil dieser ihrer Auffassung nach zu hoch war. Der Versorger erhob daraufhin Klage. Jetzt wurde die gerichtliche Auseinandersetzung mit einem Vergleich beendet.

Demnach erhalten für den Abrechnungszeitraum 1. Januar 2008 bis 31. März 2012 damalige Wasserkunden in Kassel und Vellmar eine Erstattung von 20 Prozent der gezahlten Wasserentgelte. Dies betrifft sowohl den Arbeits- als auch den Verrechnungspreis und damit die Zählerpreise.

Der Vergleich bewegt sich im Rahmen der Vereinbarungen, mit denen die hessische Landeskartellbehörde frühere Verfahren gegen andere Versorgungsunternehmen abgeschlossen hatte. Für die Städtischen Werke in Kassel geht es um einen Erstattungsbetrag von insgesamt rund 17,8 Millionen Euro. Unter dem Strich bedeutet der Vergleich für eine vierköpfige Familie eine Gesamterstattung von rund 290 Euro.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik". )