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03.12.2015

Vorbereitung auf die Industrie 4.0

Um Fach- und Nachwuchskräfte auf die Anforderungen der „Industrie 4.0“ vorzubereiten, fördert in Baden-Württemberg das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft die Einrichtung von 15 „Lernfabriken 4.0“ an beruflichen Schulen mit insgesamt 6,5 Millionen Euro.

Rotes Rathaus Berlin© Terroa /​ iStock /​ Thinkstock

Baden-Württemberg: An beruflichen Schulen entstehen 15 „Lernfabriken 4.0“

Die Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg als Träger der beruflichen Schulen waren aufgerufen, in Kooperation mit der regionalen Wirtschaft Projektvorschläge zur Umsetzung von „Lernfabriken 4.0“ einzureichen. Jetzt stehen die Berufsschulen im Land fest, an denen insgesamt 15 dieser Einrichtungen –sieben mehr als ursprünglich geplant – gegründet werden. Die Lernfabriken werden bis zum Herbst des kommenden Jahres in elf Regionen im ganzen Land verteilt entstehen.

„Mit den 15 Lernfabriken gewinnt Baden-Württemberg ein weiteres Alleinstellungsmerkmal im internationalen Wettbewerb. Industrie 4.0 wird vor allem die Arbeitsbedingungen nachhaltig verändern. Auf diese Entwicklungen müssen wir die Fachkräfte von morgen und die Beschäftigten vorbereiten“, so Wirtschaftsminister Nils Schmid. Wegen der komplexen Abläufe bei Industrie-4.0-Prozessen sei es wichtig, die Fachkräfte in möglichst praxisnahen Lernumgebungen aus- und weiterzubilden. „Die Lernfabrik ist ein ideales Instrument dafür. Auch hier ist Baden-Württemberg Vorreiter – in keinem anderen Bundesland gibt es vergleichbare flächendeckende Projekte“, erklärte der Minister.

Die Lernfabrik 4.0 ist ein Labor, das im Aufbau und in der Ausstattung industriellen Automatisierungslösungen gleicht und in dem Grundlagen für anwendungsnahe Prozesse erlernt werden können. In den Lernfabriken werden die Schüler an die Bedienung von Anlagen auf der Basis realer Industriestandards herangeführt.

Zielgruppen der Lernfabriken 4.0 sind Auszubildende in dualen Ausbildungsgängen der Fachbereiche Metall- und Elektrotechnik, sowie Teilnehmer an Technikerschulen oder an Weiterbildungslehrgängen aus mittelständischen Unternehmen im Rahmen von Angeboten der Fördervereine der beruflichen Schulen und von Kooperationen mit Wirtschaftsorganisationen, angewandten Hochschulen und der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg.

Auf den Förderaufruf des Ministeriums hatten sich 28 Berufsschulen beworben.

Autor: Wolfram Markus 

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