News | Information 29.09.2015

Umstieg nach dem Umzug

Menschen orientieren sich nach einem Umzug in vielen Bereichen neu, so auch bei der Mobilitätsfrage. Dieser Umstand soll in Baden-Württemberg dazu genutzt werden, mit gezieltem und vom Land unterstütztem „Neubürgermarketing“ das Interesse auf alternative Verkehrsangebote zu lenken.

Frankfurter Römerberg mit Rathaus

Baden-Württemberg: Kommunales Förderprogramm für Neubürgermarketing

Das baden-württembergische Ministerium für Verkehr und Infrastruktur fördert den Umstieg von Neubürgern nach ihrem Umzug auf alternative Verkehrsangebote. Dabei will man den Umstand nutzen, dass sich Menschen, die gerade erst an ihrem neuen Wohnort zugezogen sind, auch bei der Mobilität neu orientieren. „Wissenschaftliche Untersuchungen zu sogenannten Umbruchphasen zeigen, dass hier mit wenig Geld ein großer Effekt zu erzielen ist“, so Landesverkehrsminister Winfried Hermann. Beim „Neubürgermarketing“ unterstützt werden Kommunen und die Verkehrsverbünde.

Ein besonderer Schwerpunkt wird auf eine telefonische Mobilitätsberatung gelegt, da nach einem persönlichen Gespräch die bestehenden Angebote häufiger genutzt werden. Das Neubürgermarketing hat nachweisbare und mit relativ geringem Kostenaufwand erreichbare Effekte auf das Verhalten der neu hinzu gezogenen Bürger. Die Maßnahme ergänzt andere Förderinstrumente für den Umweltverbund wie den Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur preisgünstig und verhilft ihnen zu größerer Wirksamkeit. Bis zu zwei Millionen Euro stellt das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur für zwei Förderrunden in 2015 und 2016 bereit.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")