News | Information 26.11.2015

Sangerhausen hat jetzt Planungssicherheit

Die Stadt Sangerhausen in Sachsen-Anhalt erhält in diesem Jahr rund 920.000 Euro aus zwei Programmen der Städtebauförderung. Durch die Förderzusage bekommt die Stadt die notwendige Planungssicherheit, um wichtige Vorhaben in Angriff nehmen zu können.

Frankfurter Römerberg mit Rathaus

920.000 Euro an Fördermitteln für wichtige Vorhaben in der Stadt

Bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide an den Oberbürgermeister von Sangerhausen, Ralf Poschmann erklärte Sachsen-Anhalts Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel: „Mit der Städtebauförderung werden bereits seit Jahren überaus erfolgreich städtebauliche, wirtschaftliche und sozialpolitische Wirkungen erzielt. Jeder eingesetzte Fördereuro zieht durchschnittlich 7 bis 8 Euro an Bauinvestitionen nach sich.“

Der größte Teil der Fördermittel für Sangerhausen fließt im Rahmen des Programms „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Insgesamt rund 800.000 Euro können unter anderem für weitere Sanierungsarbeiten in der Probstgasse und an der Gonnastützmauer in der Altstadt verwendet werden. Mit insgesamt knapp 120.000 Euro aus dem Programm „Stadtumbau-Ost“ können Etagen in der Feldstraße und der Ewald-Gnau-Straße zurückgebaut und somit insgesamt 36 dauerhaft leer stehende Wohnungen vom Markt genommen werden.

Für die Modernisierung und Wiederbelebung des Empfangsgebäudes sowie für die weitere Umfeldgestaltung der jüngst eröffneten Verkehrsstation Sangerhausen stellt das Land knapp zweieinhalb Millionen Euro bereit. Die Landesförderung erfolgt im Rahmen des „Revita“-Programms und des so genannten Schnittstellenprogramms. Beide werden von der Nahverkehrsservicegesellschaft mbH (Nasa) betreut.

Bereits Ende der 1990er-Jahre war der Bahnhof schrittweise zu einer attraktiven Schnittstelle für Bahn, Bus, Fahrrad, Auto und Fußgänger umgestaltet worden. Das neue Fördergeld aus dem Schnittstellenprogramm in Höhe von rund 380.000 Euro soll für die Errichtung weiterer Park & Ride- sowie Bike & Ride-Anlagen verwendet werden. Mit der im nächsten Jahr geplanten Einweihung des Empfangsgebäudes, dessen Renovierung und Wiederbelebung mit mehr als zwei Millionen Euro im Rahmen des „Revita“-Programms sowie rund 1,7 Millionen Euro aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ (Bescheid 2014) gefördert wird, soll künftig alles in neuem Glanze erstrahlen.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")