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29.10.2015

Neue Akzente in der Breitbandförderung

Das Thüringer Wirtschaftsministerium verbessert die Konditionen für die Breitbandförderung: Zum 1. Januar 2016 tritt dazu das neue „Förderprogramm Breitband“ in Kraft. Dieses löst die bisherige, bis zum 31. Dezember 2015 befristete Förderrichtlinie ab.

Das Münchner Rathaus© juergen2008 /​ iStock /​ Thinkstock

Thüringen will Ausbau des schnellen Internets weiter beschleunigen

Mit der neuen Richtlinie wird die Förderung geöffnet und für weitere Zielgruppen zugänglich gemacht. Künftig sind neben Kommunen auch Telekommunikationsunternehmen und Anbieter öffentlicher W-LAN-Netze förderfähig. Ein besonderes Augenmerk wird zudem auf die Versorgung mit schnellen Glasfaserleitungen gelegt. Insgesamt stehen bis 2020 rund 40 Millionen Euro für den Breitbandausbau im Land zur Verfügung. Damit sollen insbesondere Versorgungslücken geschlossen sowie der Auf- und Ausbau von Next Generation Access-Netzwerken und die Einrichtung von W-LAN-Angeboten im öffentlichen Raum gefördert werden.

„Mit den neuen Fördermöglichkeiten wollen wir den Ausbau des schnellen Internets in Thüringen weiter beschleunigen“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Etappenziel seien Bandbreiten von mindestens 30 Megabit pro Sekunde – wo immer möglich und erforderlich aber weit darüber. Tiefensee: „Die Reise geht beim Breitband eher zu Übertragungsraten weit jenseits der 100 Megabit.“ Mit den zusätzlichen Anreizen für einen Ausbau des Glasfasernetzes wolle das Land diesen Anforderungen Rechnung tragen.

Um eine Dateninfrastruktur zu schaffen, die im 21. Jahrhundert tatsächlich Bestand hat, sind nach den Worten des Ministers ein Netzausbau statt der Netzoptimierung, der Einsatz zukunftsweisender Übertragungstechnologien sowie die Lösung des Problems der „letzten Meile“ – also der letzten Kabelmeter zu den Hausanschlüssen – erforderlich. Wie Tiefensee sagte, sei bereits heute absehbar, dass Datenübertragungsraten etwa im Bereich der Kupfertechnik selbst durch Vectoring-Verfahren auf höchstens 100 bis 200 Megabit angehoben werden können. Die einzige technische Lösung, die weit darüber hinausgehen könnte, sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Glasfaser.

Autor: Wolfram Markus 

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