News | Infrastruktur 24.07.2015

Gemeinsam bezahlbaren Wohnraum schaffen

In Hessen ist die „Allianz für Wohnen“ gestartet worden. Ihr Ziel ist es, den vielerorts feststellbaren Mangel an angemessenem und bezahlbarem Wohnraum zu beheben. Zu den Partnern gehören unter anderem die Verbände der Wohnungswirtschaft und die kommunalen Spitzenverbände.

Frankfurter Römerberg mit Rathaus

Breit angelegte „Allianz für Wohnen in Hessen“ nimmt ihre Arbeit auf

Mit der „Allianz für Wohnen in Hessen“ geben die Bündnispartner den Startschuss für einen Prozess, der zu einer zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Wohnquartiere in hessischen Städten und Gemeinden und zu mehr bezahlbaren Wohnungen führen soll. Beteiligt an der Allianz sind unter anderem Verbände der Wohnungswirtschaft, der Mieterverband, die kommunalen Spitzenverbände, der Regionalverband Frankfurt Rhein Main, die Handwerkskammer und wissenschaftliche Forschungseinrichtungen aus dem Bereich des Wohnungswesens.

„Der Wohnungsbau ist ein hoch komplexes Verfahren. Es müssen rechtliche, finanzielle, soziale, aber auch ökologische Aspekte bedacht werden. Das Thema Nachverdichtung, Flächenrecycling in Verknüpfung mit der Gestaltung von notwendigen Grünflächen wird sicher eines derjenigen sein, die neben energetischen Standards zu diskutieren ist“, sagte die für Stadtentwicklung zuständige Ministerin Priska Hinz bei der Auftaktveranstaltung der Allianz jüngst in Wiesbaden. Sie betonte, dass die aktuellen Probleme auf dem Wohnungsmarkt in den hessischen Ballungsräumen weder durch die Politik noch den Markt alleine gelöst werden könnten. Eine Lösung sei eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur bewältigt werden könne, wenn alle Akteure an einem Strang und in die gleiche Richtung zögen. Diese Richtung wolle man in der Allianz festlegen.

Ein wesentliches Ziel des neuen Bündnisses wird sein, notwendige Rahmenbedingungen und Prozesse auf ihre technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit zu prüfen. Alle Akteure sollen künftige Investitionen in den Wohnungsbau und in die nachhaltige Umgestaltung von Wohnquartieren erleichtern. Dazu soll auch die derzeit günstige Lage auf den Kapitalmärkten für den Wohnungsbau genutzt werden.

Im Rahmen der „Allianz für Wohnen in Hessen“ werden, nach einer konstituierenden Sitzung im September, Arbeitsgremien gebildet. Diese werden sich nach den aktuellen Themen der Wohnungspolitik ausrichten und über einen Dialog ausgewogene Lösungen und konkrete Maßnahmenvorschläge formulieren. Flankierend sollen Werkstattgespräche mit Fachleuten, Vertretern der Praxis und mit Unternehmen der Wohnungswirtschaft stattfinden.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")