News | Information 12.10.2015

Bürgerinitiative rettet Eislebener Bahnhof

Bürgerengagement hat in Eisleben in Sachsen-Anhalt den Bahnhof gerettet. Eine eigens gegründete Genossenschaft brachte gemeinsam mit der Stadt die für die staatliche Förderung notwendigen Eigenmittel auf. Zu den 1,27 Millionen Euro Gesamtkosten gibt das Land eine Million Euro dazu.

Rotes Rathaus Berlin

Genossenschaft erschließt Fördermittel für das Sanierungsprojekt

„Die Eisleber Initiative zur Rettung ihres Bahnhofs ist ein großartiges Beispiel für bürgerschaftliches Engagement“, sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff bei seinem Besuch in der Lutherstadt Eisleben, in dessen Rahmen er den Förderbescheid übergab. Um den Bahnhof erhalten zu können, hatten sich zahlreiche Bürger an einer Genossenschaft beteiligt, die auf der Basis des gesammelten Eigenkapitals Mittel für die Sanierung beitrug und die staatliche Bezuschussung überhaupt erst möglich machte. Dazu Haseloff: „Hier wird ein lobenswertes Heimatbewusstsein demonstriert.“

Die Genossenschaft hatte gemeinsam mit der Stadt Eisleben die für den Förderantrag notwendigen Eigenmittel aufgebracht. Zu den Gesamtkosten von 1,27 Millionen Euro steuert das Land aus dem für die Sanierung von Bahnhöfen bestimmten Programm REVITA rund eine Million an Fördergeldern bei.

Der Ministerpräsident betonte, dass gerade im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 die Sanierung im besonderen Landesinteresse ist. Im Jubiläumsjahr und auch schon im Vorfeld würden viele tausend Gäste erwartet, die sich die authentischen Reformationsstätten ansehen wollten. Ein nachhaltiger Imagegewinn sei nur möglich, wenn die Lutherorte und das gesamte Land ein gutes Bild abgäben. Er sei sehr optimistisch, dass das gelinge, sagte Haseloff.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")