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31.07.2015

Baden-Württemberg startet Breitband-Offensive 4.0

Baden-Württemberg zündet die nächste Stufe für den Ausbau von schnellem Internet in der Fläche: Das Land hat seine Breitbandrichtlinie mit dem Ziel überarbeitet, die Fördermöglichkeiten für das schnelle Internet im Land nochmals deutlich verstärken und erweitern zu können.

Rotes Rathaus Berlin© Terroa /​ iStock /​ Thinkstock

Überarbeitete Richtlinie sieht verstärkte Fördermöglichkeiten vor

Die Europäische Union hat für die von Baden-Württemberg bei der EU zur Genehmigung vorgelegte Förderrichtlinie vor wenigen Tagen grünes Licht gegeben. Konkret bedeutet das: Das Land erhöht und erweitert ab sofort seine Förderpauschalen, versechsfacht die zur Verfügung stehenden Mittel, setzt neue Breitbandausbau-Schwerpunkte bei Bildung und Arbeitsplätzen und stellt zusätzliches Personal für den Ausbau von schnellem Internet in der Fläche zur Verfügung.

Der Landesregierung ist es dabei wichtig, „unmittelbar in die Zielinfrastruktur Glasfaser und nicht in das Aufrüsten veralteter Kupferleitungen zu investieren“, so Alexander Bonde, der im Land für den Breitbandausbau zuständige Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Inzwischen reife fast überall die Einsicht, dass glasfaserbasierte kommunale Hochgeschwindigkeitsnetze schnelles Internet am besten in die Fläche bringen können – und zwar schnell, langfristig und bezahlbar, sagt Bonde.

Die Anstrengungen der letzten Jahre zeigten Wirkung, zog der Minister eine positive Bilanz der Breitbandinitiative II. „Von 700 weißen Flecken ohne Grundversorgung sind heute nur noch 200 übrig. Drei Viertel der Landkreise planen bereits kommunale Hochgeschwindigkeitsnetze der nächsten Generation, wie Fachleute die flächendeckende Versorgung mit der nachhaltigen Glasfasertechnologie bezeichnen.“

Bei der jetzt startenden Breitband-Offensive 4.0 werden die Anstrengungen intensiviert, damit die Kommunen im ganzen Land künftig noch schneller an das schnelle Internet angeschlossen werden können. Die neue Förderrichtlinie entlastet die Kommunen beim Breitbandausbau finanziell und organisatorisch. So darf das Land ab sofort neben Planungen auch Baumaßnahmen fördern, die die Kreise im Auftrag der Kommunen oder von sich aus vornehmen. Besonderes Augenmerk wird damit auch weiterhin auf der kommunalen Zusammenarbeit liegen, mit dem Breitbandprojekte wirtschaftlicher und schneller realisiert werden können.

Autor: Wolfram Markus 

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