News | Infrastruktur
22.07.2015

Antwort auf die demografischen Herausforderungen

Im niedersächsischen Landkreis Hildesheim wird die kommunale Landschaft neu gestaltet: Mit Eingemeindungen und der Bildung einer neuen Samtgemeinde reagieren Land und Gemeinden auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und verbessern die Leistungsfähigkeit der Verwaltung.

Rotes Rathaus Berlin© Terroa /​ iStock /​ Thinkstock

Neue Strukturen im Kreis Hildesheim: Samtgemeinde Leinebergland entsteht

Die niedersächsische Landesregierung hat am Dienstag dieser Woche (21. Juli 2015) Neustrukturierungen auf der kommunalen Ebene des Landkreises Hildesheim beschlossen. Die Gemeinden Banteln, Betheln, Brüggen, Despetal, Rheden werden mit der Stadt Gronau (Leine) vereinigt, es entsteht der Flecken Duingen aus dem bisherigen Flecken Duingen und den Gemeinden Coppengrave, Hoyershausen, Marienhagen und Weenzen und es wird die Samtgemeinde Leinebergland aus den bisherigen Samtgemeinden Gronau (Leine) und Duingen gebildet. Die neue Samtgemeinde wird damit aus der Stadt Gronau, dem neuen Flecken Duingen und dem Flecken Eime bestehen.

Dieser Neugliederung liegt eine Anpassung der Strukturen an die haushaltswirtschaftlichen Erfordernisse zugrunde. Die sich aus der demografischen Entwicklung ergebenden Anforderungen sollen durch die neue Struktur aufgefangen werden. Für den Landkreis Hildesheim wird nach den Vorausberechnungen des Landesamtes für Statistik bis 2030 ein Bevölkerungsrückgang von rund zwölf Prozent prognostiziert. Ziel der Neustrukturierung ist es, die Leistungsfähigkeit der Kommunen aufrechtzuerhalten.

Aus der Bürgerschaft kamen im Rahmen der Anhörung keine Einwände gegen den Neuzuschnitt der kommunalen Strukturen. Auch die Räte der beteiligten Gemeinden hatten in ihrer Anhörung durch das Innenministerium von Einwendungen abgesehen. In der Verbandsanhörung werden nun die kommunalen Spitzenverbände beteiligt.

Autor: Wolfram Markus 

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