16.03.2016

Muss die Wartungsfirma die Funktionsfähigkeit der Anlage gewährleisten?

Der Abschluss eines Wartungsvertrags kann für den Auftragnehmer durchaus lukrativ sein. Denn gerade bei neu errichteten Anlagen ist der Wartungsaufwand nicht allzu groß und die Vergütung auskömmlich.

Dabei darf allerdings nicht verkannt werden, dass der Abschluss eines Wartungsvertrags für den Auftragnehmer Risiken birgt, insbesondere bei Fehlern der Wartung. Welche Risiken genau bestehen, ist eine Frage der rechtlichen Einordnung des Wartungsvertrags.

Wie ist ein Wartungsvertrag rechtlich einzuordnen?

Wartungsverträge können in Form eines Werk- oder eines Dienstvertrags abgeschlossen werden. Der maßgebliche Unterschied besteht dabei im Folgenden:

  • Beim Dienstvertrag schuldet der Auftragnehmer im Wesentlichen nur ein bloßes Tätigsein. Er muss seine Dienste mit Sorgfalt leisten; haftet dem Auftraggeber aber nicht für den Erfolg seiner Tätigkeit. Handelt es sich bei einem Wartungsvertrag um einen Dienstvertrag, so schuldet also der Auftragnehmer nur Wartungstätigkeiten. Die Vergütung des Auftragnehmers hängt nicht davon ab, ob die gewartete Anlage dann im Ergebnis auch funktionsfähig ist.

  • Anders ist dies beim Werkvertrag. Hier schuldet der Auftragnehmer nicht nur das bloße Tätigwerden, sondern er hat auch dafür einzustehen, dass der mit der Tätigkeit verfolgte Zweck tatsächlich eintritt. Der Auftragnehmer schuldet einen Erfolg, nämlich die Funktionsfähigkeit der Anlage.

Beispiel:

Der Auftragnehmer hat den Auftrag, eine Heizungsanlage zu warten. Als die Anlage im Winter ausfällt,…

Autor: Fiedler

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