Fachbeitrag | Beitrag aus „HKL-Anlagen sicher warten und effizient inspizieren“ 16.03.2016

Mindestanforderungen an die Lüftung von Wohnungen

Luftwechsel oder Luftvolumenstrom?

Für die Quantifizierung des Lüftungseffekts hat sich der sog. Luftwechsel (mitunter auch als Luftwechselrate bezeichnet) als anschaulich und praktikabel erwiesen. Dieser bezieht den Luftvolumenstrom auf das zugehörige Luftvolumen des Raums bzw. Gebäudes.

Dass diese Darstellung dann nicht problemlos ist, wenn – wie beispielsweise bei der energetischen Bilanzierung nach DIN V 4701-10 praktiziert – auf eine Differenzierung der Angaben nach Wohnungsgröße bzw. Belegungsdichte verzichtet wird, zeigt Tabelle 1 am Beispiel eines Vier-Personen-Haushalts.

Tabelle 1: Auswirkungen der Fixierung von Luftwechselangaben nach DIN V 4701-10

Wohnung im MFH 4 Personen

EFH 4 Personen

Wohnfläche

80 m²

160 m²

Luftvolumen

200 m³ (mit hRaum = 2,5 m)

480 m³ (mit hRaum = 3,0 m)

Anlagenluftwechsel

0,4 h–1

Anlagenluftvolumenstrom

80 m³/h

192 m³/h

personenbezogener Anlagenluftvolumenstrom

20 m³/(h × Pers.)

48 m³/(h × Pers.)

Sind die Belastungen der Raumluft maßgeblich anthropogen bestimmt, würde beim Beispiel die Fixierung des Luftwechsels für das Einfamilienhaus (EFH) zu mehr als einer Verdopplung des personenbezogenen Luftvolumenstroms gegenüber der Wohnung im Mehrfamilienhaus (MFH) führen. Selbst im Rahmen üblicher Nutzung und unter Beachtung der Tatsache, dass im EFH wegen der größeren Anzahl verfügbarer Räume auch etwas höhere personenbezogene Luftvolumenströme realisiert werden sollten (dies gilt für konventionelle Lüftungskonzepte, nicht jedoch für bedarfsgeführte …

Autoren: Thomas Hartmann , Heike Kempf

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