Fachbeitrag | Beitrag aus „HKL-Anlagen sicher warten und effizient inspizieren“ 16.03.2016

Heizungsausdehnungsgefäße

Das Ausdehnungsgefäß erfüllt mehrere, häufig nicht beachtete wichtige Funktionen in Heizungsanlagen:

  1. Wasser ist nicht pressabel; wenn es sich ausdehnt, sprengt es alle Wandungen. Ausdehnungsgefäße fangen das Wasservolumen auf, das durch die Heizungserwärmung entsteht. Beim Abkühlen wird dieses Wasser wieder dem Heizungssystem zugeführt.

    Defekte oder falsch eingestellte Ausdehnungsgefäße können in Heizungsanlagen erhebliche Störungen verursachen. Es ist bei Wartungen darauf zu achten, dass der Vordruck im Ausdehnungsgefäß korrekt eingestellt ist; häufig muss geringfügig Stickstoff nachgefüllt werden. Wird normale Luft für das Nachfüllen verwendet, muss bedacht werden, dass der Sauerstoffanteil der Luft (ca. 19 %) durch die Gummimembrane in das Heizungswasser diffundiert, also entweicht. Bei zu häufigem Nachfüllen kann es zu Korrosionsschäden in der Heizungsanlage kommen.

  2. Nicht funktionierende Ausdehnungsgefäße führen weiterhin zu Fließgeräuschen in Heizungsanlagen. Der Pumpennullpunkt (Wechsel von der Druck- zur Saugwirkung der Heizungsumwälzpumpe) befindet sich nicht am Anschluss des Ausdehnungsgefäßes.

    Auch ständige Luft in bestimmten Heizkörpern einer Anlage hat die Ursache in einem nicht korrekten Ausdehnungsgefäß.

  3. Weiterhin kann es zu einem Rauschen in der Heizungsanlage kommen, erzeugt durch Kavitation in der Pumpe (am Ende des Flügelrads werden Gasblasen gebildet).

  4. Ein defektes Ausdehnungsgefäß bewirkt Wasserverluste, weil Nachfüllwasser beim ersten Aufheizen

Autor: Wulfestieg

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