Expertentipp | VOB/BGB
25.03.2015

Häufiger Fehler bei der Ausführung: Die Frage der Planung wird nicht eindeutig geregelt

Bei jeder Bauphase passieren immer wieder tückische Fehler. Jetzt werden Sie als Auftragnehmer gezielt auf einen der häufigsten Fehler bei der Ausführung aufmerksam gemacht. Dieser Fehler passiert Ihnen nie mehr!

Die Frage der Planung bei der Ausführung© Torsakarin /​ iStock /​ thinkstock

Bei einem VOB/B-Vertrag obliegt die Planung regelmäßig dem Auftraggeber (§ 3 Abs. 1 VOB/B). Das kann jedoch im Einzelfall anders sein. Heißt es im Bauvertrag z.B., dass der Auftragnehmer eine Leistung „schlüsselfertig“ oder „fix und fertig“ erbringt, so kann das auch etwaig notwendige Planungsleistungen umfassen. Das gilt gerade dann, wenn sich aus dem Bauvertrag nicht eindeutig ergibt, dass der Auftraggeber selbst Pläne erstellt hat oder erstellen wird.

Achten Sie deshalb möglichst darauf, dass die Frage, wer die Pläne erstellt, schon bei Vertragsabschluss eindeutig geregelt wird. Im Regelfall sollten Sie die Planung dem Auftraggeber überlassen, um die damit unzweifelhaft verbundenen Risiken zu vermeiden. Planungsaufgaben sollten Sie nur dann selbst übernehmen, wenn Sie entweder über entsprechend qualifiziertes Personal verfügen oder auf ein fachlich versiertes und erfahrenes Ingenieurbüro zurückgreifen können.

 

Autor: Markus Fiedler 

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