Fachbeitrag | Beitrag aus „HKL-Anlagen sicher warten und effizient inspizieren“
16.03.2016

Fernwärmeanlagen mit Wärmetauscher

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Bis ca. 1985 wurden in Hannover noch Fernwärmeanlagen direkt an das Hausheizungssystem angeschlossen, in anderen Regionen Deutschlands wird noch heute so verfahren. In diesen Fällen wird das Wasser der Fernwärme direkt in die Gebäude gespeist.

Aufgrund des sehr langen Rohrsystems (50 km sind keine Seltenheit) muss das Fernwärmesystem mit sehr hohen Pumpendrücken betrieben werden. Der Druck im Vorlauf kann 5–6 bar erreichen. Auch die Vorlauftemperatur beträgt häufig, insbesondere an kalten Tagen, bis zu 120 °C.

Diese Betriebsweise ist problematisch und kann sogar zu gefährlichen Unfällen führen.

Die Technik, die heute genutzt wird, beruht auf der Systemtrennung durch einen Wärmetauscher. In der Regel werden als Wärmetauscher Plattenwärmetauscher genutzt. Ein Plattenwärmetauscher hat den Vorteil, dass er wenig Platz braucht, also große Leistung auf kleinstem Raum erbringt.

Vorteile

  1. Die Einspeisung von Heizungswasser aus der Fernwärmeanlage ist nicht mehr gegeben, dadurch ist die Verletzungsgefahr deutlich vermindert.

  2. Die Temperaturregelung ist vereinfacht.

  3. Die Anlage kann wie eine normale kesselbetriebene Anlage behandelt werden.

Nachteile

  1. Der Einzelwiderstand ist erheblich, und er steigt mit der durchfließenden Wassermenge. Dies ist ein wichtiger Grund, den hydraulischen Abgleich durchzuführen.

  2. Installationskosten sind höher, da die Heizungssicherheitseinrichtungen installiert werden müssen.

Bei der Wartung solcher Anlagen ist es empfehlenswert, den Plattenwärmetauscher …

Autor: Wulfestieg  

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