22.11.2016

Erläuterung – Zwischenbescheid auf Mängelrüge des Auftraggebers

Sind die Leistungen des Auftragnehmers mangelhaft, so kann der Auftraggeber verlangen, dass der Auftragnehmer diese Mängel beseitigt (Nacherfüllung). Hierfür kann ihm der Auftraggeber eine angemessene Frist setzen. Maßgebend für die Angemessenheit sind nicht die Wünsche und Bedürfnisse des Auftragnehmers. Angemessen ist vielmehr derjenige Zeitraum, den ein ordnungsgemäßer Auftragnehmer braucht, um den konkreten Mangel zu beheben.

Lässt der Auftragnehmer die Frist ungenutzt verstreichen, so kann der Auftraggeber einen Drittunternehmer mit der Mängelbeseitigung beauftragen. Die dabei anfallenden Kosten muss der Auftragnehmer erstatten. Wirtschaftlich stellt sich der Auftragnehmer in jedem Fall besser, wenn er – falls ein Mangel an seiner Leistung wirklich vorliegt – diesen auch selbst beseitigt und es nicht auf eine Ersatzvornahme ankommen lässt.

Wenn der Auftragnehmer eine Mängelrüge erhält und Zeit für die Prüfung und ggf. Beseitigung des Mangels gewinnen möchte, sollte …

Autor: Brügmann

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