22.11.2016

Erläuterung – Haftungsausgleich zwischen Vor- und Nachunternehmer

(BGH, 26.06.2003 – VII ZR 126/02; IBR 2003, 468)

Sind für einen Mangel am Bau mehrere Auftragnehmer verantwortlich, der wirtschaftlich sinnvoll nur einheitlich beseitigt werden kann, so haften die beteiligten Auftragnehmer dem Auftraggeber als Gesamtschuldner. Dies hat der Bundesgerichtshof durch Entscheidung vom 26.06.2003 (IBR 2003, 468) klargestellt. In jenem Fall waren für Risse im Putz sowohl der Rohbauunternehmer als auch der nachfolgende, ebenfalls vom Auftraggeber beauftragte Putzunternehmer verantwortlich. Die einzige Sanierungsmöglichkeit bestand darin, auf den mangelhaften Putz einen zweiten Putz aufzubringen. Der Auftraggeber nahm den Rohbauer für die volle Beseitigung in Anspruch. Der BGH billigte dem Rohbauunternehmer einen Ausgleichsanspruch gegen den Putzer in Höhe des auf ihn entfallenden Haftungsanteils zu.

Praxishinweis:

Im Beispielsfall hatte der Rohbauunternehmer volle Mängelbeseitigung geleistet, um eine Ersatzvornahme, die mit Mehrkosten verbunden …

Autor: Brügmann

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