Fachbeitrag | Beitrag aus „HKL-Anlagen sicher warten und effizient inspizieren“ 16.03.2016

Energieverluste in der Warmwasserzirkulation in Kleinanlagen nach DVGW-Arbeitsblatt 551

Kleinanlagen sind alle Anlagen, deren Speicher kleiner als 400 l Wasserinhalt und/oder deren Zapfleitungswasserinhalt kleiner als 3 l ist. Die Anlage muss vor Ort daraufhin geprüft werden.

Die Warmwasserzirkulation wird gebraucht, um sehr schnell warmes Wasser an der Zapfstelle zu haben. Die Warmwasserzirkulation dient der Komfortverbesserung.

Die Funktion: Es wird eine kleine Pumpe – mit Fließrichtung zum Speicher – zur Wasserbewegung in der Zirkulationsleitung eingesetzt. Die Zirkulationsleitung verläuft in der Regel parallel zur Warmwasserleitung mit einer relativ dünnen Rohrleitung. Die Einbindung der Zirkulationsleitung erfolgt im Warmwasserspeicher in der Speichermitte oder im unteren Speicherbereich. (Die Einbindung im unteren Speicherbereich bedeutet meist, dass eine gewollte Schichtung zerstört wird.) Die Einbindung in die Warmwasserleitung erfolgt am Ende eines Versorgungsstrangs, sodass sich die Zirkulation über eine Zapfstelle entlüftet.

Die Wärmedämmung der Warmwasser- und Zirkulationsleitung ist sehr wichtig und sollte, wenn möglich, verbessert werden. Nach EnEV 2014 muss bei Neuanlagen die Wärmedämmung für die Warmwasser- und Zirkulationsleitung immer 100 % betragen.

In Kleinanlagen nach der Definition des DVGW-Arbeitsblatts 551 ist es nicht erforderlich, dass die Warmwasserzirkulation durchgängig betrieben wird. Die Temperaturen sind frei wählbar.

Zirkulationsleitungen gehören zu den größten unerkannten Energieverbrauchern in Heizungsanlagen mit zentraler Warmwasserbereitung. …

Autor: Wulfestieg

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