Fachbeitrag | Beitrag aus „HKL-Anlagen sicher warten und effizient inspizieren“ 16.03.2016

Der Auftraggeber

1. Private Eigenheimerrichter

Bei privaten Häuslebauern, bei denen eine Anlage in einem Einfamilienhaus zu warten ist, wird der Auftraggeber regelmäßig der Grundstückseigentümer sein. Das kann eine Einzelperson, aber auch ein Ehepaar sein. Bei Ehepaaren sollten Sie darauf achten, dass beide mit ihrem jeweiligen Vornamen im Vertrag genannt werden.

Schwieriger ist die Rechtslage, wenn der Grundstückseigentümer den Vertrag nicht selbst schließt, sondern sich vertreten lässt.

Beispiel

Ein Architekt bittet einen Heizungsinstallateur um die Abgabe eines Angebots für die Wartung einer neu errichteten Heizungsanlage. Die Vertragsverhandlungen werden zwischen dem Installateur und dem Architekten geführt. Als man sich einig wird, übersendet der Architekt dem Installateur einen Wartungsvertrag, in dem die Bauherren als Auftraggeber genannt sind. Die Unterschriftsleistung erfolgt durch den Installateur und den Architekten. Später verweigert der Bauherr die Vergütung für durchgeführte Wartungsleistungen. Er behauptet, der Architekt sei überhaupt nicht bevollmächtigt gewesen, den Wartungsvertrag abzuschließen.

Bestreitet der Auftraggeber die Vollmacht seines (vermeintlichen) Vertreters, so liegt die Beweislast beim Auftragnehmer. Dieser muss also beweisen, dass der angebliche Vertreter tatsächlich vom Auftraggeber bevollmächtigt wurde, den Vertrag abzuschließen (§ 164 Abs. 1 BGB, § 167 Abs. 1 BGB). Dieser Beweis wird dem Auftragnehmer sehr schwerfallen, da er regelmäßig von den konkreten …

Autor: Markus Fiedler (Rechtsanwalt)

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