16.03.2016

Die Bestätigung von mündlichen Vereinbarungen

Autoren: Markus Fiedler, Frank Thiele

Sind Abreden zwischen den Parteien nur mündlich erfolgt, so ist der spätere Beweis (z.B. vor Gericht) häufig nicht oder nur sehr schwer möglich.

Beispiel

Der Auftragnehmer wurde – über den Wartungsvertrag hinaus – mündlich mit Reparaturarbeiten an einer Anlage beauftragt. Nach Ausführung der Arbeiten verweigert der Auftraggeber die Vergütung. Er bestreitet, einen mündlichen Auftrag überhaupt erteilt zu haben. Im gerichtlichen Verfahren werden von beiden Seiten Zeugen benannt, nämlich die jeweiligen Mitarbeiter des Auftragnehmers und des Auftraggebers. Vor Gericht bestätigen die Zeugen jeweils die Sachverhaltsschilderung ihres Arbeitgebers. In einem solchen Fall wird der Auftragnehmer die Vergütung regelmäßig nicht durchsetzen können. Denn wenn Aussage gegen Aussage steht, dann ist der notwendige Beweis des Zusatzauftrags nicht erbracht.

 

Hinweis für die Praxis

Für den Unternehmer ist es daher unerlässlich, vor jedem Auftrag, auch bei jedem Notauftrag, einen Vertrag mitzunehmen und ihn vom Kunden unterschreiben zu lassen. Darüber hinaus ist immer ein Leistungszettel oder Arbeitszettel zu verfassen und vom Kunden zu unterschreiben.

Andere Möglichkeiten hat der Unternehmer jedenfalls bei Verbrauchern/Häuslebauern nicht. Handelt es sich bei dem Auftraggeber hingegen nicht um einen Verbraucher, so steht dem Auftragnehmer häufig das Mittel des sog. kaufmännischen Bestätigungsschreibens zur Verfügung.

Beispiel

Im obigen Beispielsfall hat der …

Autoren: Markus Fiedler (Rechtsanwalt), Frank Thiele (Rechtsanwalt)

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