16.03.2016

Das Angebot

Vorschriften

  • §§ 145 ff. BGB

1. Auf Vertragsabschluss gerichtete Willenserklärung

Das Angebot ist die Willenserklärung der einen Partei, mit der anderen Partei einen Vertrag schließen zu wollen. Nach dem Idealbild des Gesetzes ist das Angebot so gestaltet und bestimmt, dass die Annahme durch ein einfaches „Ja“ erfolgen kann.

Beispiel

Ein Heizungsinstallateur bietet einem Bauherrn die Wartung der Heizungsanlage an. In dem Angebot sind sämtliche wesentlichen Fragen (betroffenen Anlage, Umfang der Wartung, Preis) bereits aufgeführt. Der Bauherr kann dieses Angebot durch ein sinngemäßes „Ja“ (z.B. durch die Unterschrift unter das Angebot) annehmen.

Ein Angebot kann auch darin liegen, dass eine Vertragspartei das Angebot der anderen Partei modifiziert. Das kommt in der Praxis vor allem bei längeren Auftragsverhandlungen vor.

Beispiel

Der Unternehmer hat ein detailliertes Angebot zu einem jährlichen Wartungspreis von 500 € abgegeben. Der Eigentümer der Anlage teilt mit, dass er das Angebot beauftragen würde, wenn man sich auf 450 € einigen könne.

In diesem Fall hat der Auftraggeber nach § 150 Abs. 2 BGB das ursprüngliche Angebot des Auftragnehmers abgelehnt, gleichzeitig aber ein neues bzw. eigenes Angebot (jährliche Vergütung in Höhe von 450 €) abgegeben. Dieses Angebot kann nun der Auftragnehmer annehmen. Verpflichtet ist er dazu nicht.

2. Bindung an das Angebot

Der Anbietende ist an sein Angebot gebunden, solange

  • die Bindefrist läuft und

  • das Angebot noch nicht abgelehnt …

Autor: Markus Fiedler (Rechtsanwalt)

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