Fachbeitrag | Beitrag aus „HKL-Anlagen sicher warten und effizient inspizieren“ 17.10.2016

Brennwert – was ist das?

Auf den ersten Blick ist es erstaunlich, dass die Brennwertangaben die 100 %ige Energieausnutzung der einzelnen Brennstoffe oder Energieträger übersteigen. Das liegt daran, dass es früher technisch nicht möglich war, den Brennwerteffekt zu nutzen. Deswegen wurde der Heizwert (oder früher: der untere Heizwert) als 100 % Energieausnutzung eines Energieträgers angegeben.

Heute nutzen Standardheizgeräte den Brennwerteffekt. Wir müssen also mit Angaben arbeiten, die über 100 % liegen.

Eine Umstellung auf 100 % Brennwert wird deswegen nicht vorgenommen, weil die Brennwertnutzung bei den unterschiedlichen Brennstoffen in Abhängigkeit vom Wasserinhalt des Brennstoffs unterschiedlich hoch ist.

Beispiele für die maximale Ausnutzung

Erdgas H: 111 %

Öl: 104 %

Der Heizwert ist mit 100 % die einzige für alle Brennstoffe gleiche Konstante.

Der Brennwerteffekt entsteht folgendermaßen: Bei der Verbrennung von Brennstoff wird auch das im Brennstoff enthaltene Wasser in Wasserdampf umgewandelt. Der Übergang vom Aggregatzustand Wasser in den Zustand Wasserdampf setzt eine erhebliche Menge Energie frei. Diese energiereiche, durch Verbrennung des Brennstoffs erzeugte Wasserdampfmenge wird bei normalem Heizwertbetrieb zum Schornstein hinaus entsorgt.

Das führt zu Problemen bei Heizwertgeräten: Durch Kondensation des Wasserdampfs im oberen Schornsteinbereich entstanden häufig Versottungen oder Durchfeuchtungen der Schornsteine. Aus dem Grund mussten bei Heizwertgeräten die Abgastemperaturen sehr …

Autor: Wulfestieg

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