Fachbeitrag | Beitrag aus „HKL-Anlagen sicher warten und effizient inspizieren“
16.03.2016

Anlagendruckprobe mit Luft

5197_HKL-Anlagen

Druckproben mit Luft sind insbesondere bei Trinkwasser-Neuanlagen sinnvoll, wenn nach der Druckprobe die Anlage nicht sofort in Betrieb genommen werden kann. In Heizungsanlagen sind Druckproben mit Luft in den allerwenigsten Fällen sinnvoll.

Druckproben mit Wasser sind kritisch, weil die Leitungen in der Regel nicht vollkommen entleert werden können. Restwasser kann zu starken Verkeimungen führen, es entsteht also ein Hygieneproblem. Weiterhin kann in seltenen Fällen Restwasser zu inneren Rohrkorrosionen führen.

Druckproben mit Luft sind in der Regel mit bis zu 5 bar vorzunehmen. Höhere Drücke, dreimal Betriebsdruck wie z.B. bei Druckproben mit Wasser, können zu Unfällen führen. Der Grund für die Unfallgefahr liegt in der physikalischen Eigenart von Flüssigkeiten. Wasser ist nicht pressbar, es verringert bei höherem Druck sein Volumen nicht. Luft ist pressbar, das Volumen von Luft verringert sich bei Druckerhöhungen erheblich.

Szenario: Ein Pressfitting wurde nicht verpresst. Bei der Druckprobe mit Wasser treten nur kleine Tropfen aus, dann ist der Druck abgesenkt. Bei Druckproben mit Luft fliegt das Fitting explosionsartig weg, weil eine große Menge komprimierter Luft aus dem abgedrückten Rohrsystem austritt. Bei Druckproben mit Luft muss darauf geachtet werden, dass das Sicherheitsrisiko minimiert wird. Es empfiehlt sich immer, eine Vorprüfung von 110 mbar (wie auch bei Gasleitungen erforderlich) durchzuführen.

Im Bestandsbau zum Auffinden von Rohrbrüchen sollte Luft nur in …

Autor: Wulfestieg  

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