Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“ 15.03.2016

9 Wenig tragfähiger Untergrund

Begriffe

Natürliche, wenig tragfähige Böden sind feinkörnige Sedimente mit einem wesentlichen Anteil von organischer Substanz oder überwiegend organogene Sedimente aus Pflanzenresten, immer mit einem hohen Wassergehalt:

  • organisch durchsetzte Sedimente der Flussauen: Mudden, Faulschlamm

  • organogene Bildungen in Senken: Moore, Torfe, Mudden, Seekreide

Künstliche, wenig tragfähige Böden/Untergründe sind z.B.:

  • Schlammdeponien

  • Müllablagerungen

  • Erdkippen

Ihnen allen gemeinsam sind eine hohe Verformung unter Last und eine geringe Tragfähigkeit.

Beim Erdbau auf wenig tragfähigem Untergrund muss dies durch besondere Verfahren berücksichtigt werden. Es werden unterschieden:

  • Bauen auf wenig tragfähigem Untergrund ohne Eingriffe in den Untergrund: Konsolidierungsverfahren

  • Bauen mit teilweisem oder vollem Bodenaustausch

  • Verfahren zur Verbesserung des Untergrunds

  • Bauen auf Traggliedern (aufgeständerte Gründungspolster)

  • Bauen mit Leichtbaustoffen

Regelwerke

Das FGSV-Regelwerk ist zu beziehen beim FGSV-Verlag, Wesselinger Straße 17, 50999 Köln, www.fgsv-verlag.de.

Die DGGT-Empfehlungen und -Merkblätter sind zu beziehen bei Deutsche Gesellschaft für Geotechnik, Hohenzollernstraße 52, 45228 Essen, www.dggt.de.

Normen des DIN sind zu erhalten beim Beuth-Verlag, 10772 Berlin, www.beuth.de

  • ZTV E-StBZusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau (besonders Kapitel 13)FGSV-Verlag, FGSV-Nr. 599

  • Merkblatt über Straßenbau auf wenig tragfähigem Untergrund

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers

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