15.03.2016

7 Planum und Sohle

Begriff

Unter Planum wird im Straßenbau die Abschlussfläche des Erdbaus verstanden, auf der dann der Oberbau aufgebracht wird.

Konstruktive Hinweise

Das Planum und alle Zwischenplanien beim Abtrag müssen eben und trocken hergerichtet werden mit einer ausreichenden Querneigung, damit Oberflächenwasser, z.B. aus Niederschlägen, abfließen kann. Zwischenplanien sind eben abzuziehen und zu verdichten, wenn eine Unterbrechung im Bauablauf erfolgt, in der Niederschläge auftreffen könnten (Nachtpause bei ungünstiger Witterung, Wochenende, betriebsbedingte Unterbrechungen). Um das Einsickern von Wasser auf der Hochseite zu verhindern, ist hier ein Gegengefälle herzustellen, das bis 2 m unter die befestigte Fahrbahn reicht.

Mit dem Abtrag sollten am Böschungsfuß Längsgräben angelegt werden, um Oberflächenwasser und zusickernde Feuchtigkeit abzuleiten und ein Überfluten des Planums zu verhindern.

Das Planum sollte bei feinkörnigen, bindigen Böden gesichert werden, wozu sich eine Behandlung durch eine Verfestigung mit hydraulischen Bindemitteln oder eine qualifizierte Verbesserung mit Baukalken besonders bewährt hat. Vorteil ist, dass das behandelte Planum unempfindlich gegen Witterungseinflüsse ist und eine Verfestigung oder qualifizierte Verbesserung auf die Dicke des frostsicheren Oberbaus angerechnet werden kann.

Tab. 1: Anforderungen an die Geometrie des Erdplanums nach ZTV E-StB

Eigenschaft

Größe

Querneigung bei wasserempfindlichen Böden

≧ 4,0 %

Querneigung bei wasserunempfindlichen …

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers

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