Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“
15.03.2016

7 Dränung

Erdbau, Entwässerung, Wegebau

Grundsätze

Zur Dränung baulicher Anlagen gehören die vertikale Dränschicht und, im Falle eines nur schwach bis undurchlässigen Baugrunds, die Dränleitung.

Mit der vertikalen Dränschicht hinter erdgebundenen baulichen Anlagen wird Bodenwasser senkrecht abgeleitet und der Dränleitung oder bei stark durchlässigen Böden dem Baugrund direkt zugeführt, um die Bildung von aufstauendem und damit von außen drückendem Wasser zu verhindern. Die Bauwerksdränage gilt dann als notwendige Maßnahme im Zusammenhang mit der Bauwerksabdichtung.

Hinweis

  • Das Einleiten von Dränagewasser in die öffentliche Kanalisation, in Flüsse, Bäche, Gräben, Sickergruben oder ähnliche Entwässerungseinrichtungen ist in der Regel nach den Wasserrechtsbestimmungen der Länder genehmigungspflichtig.

  • Im Zusammenhang mit der Abdichtung und Dränung von Bauteilen ist unbedingt zu beachten, dass die an das Bauwerk anschließenden Belagsflächen mit Querneigung vom Bauwerk wegführend zu versehen sind. In Anlehnung an DIN 18318 betragen die Querneigungen

    bei Pflasterdecken aus Naturstein ≧ 3 %,

    bei Pflasterdecken aus Betonstein, Schlackenstein und Straßenklinker ≧ 2,5 %,

    bei Plattenbelägen ≧ 2 %.

Anforderungen

Ermittlung von wassertechnischen Daten

  • Wasseranfall am erdberührten Bauteil

    Einzugsgebiet

    Geländeneigung

    Schichtung des Bodens

    Durchlässigkeit des Bodens

    max. Niederschlagsmenge

    höchstmöglicher Grundwasserstand

  • Durchlässigkeit des Baugrunds

  • Vorflut

    Bauart

    Lage

    Sohlhöhe an der Einspeisestelle

    Aufnahmefähigkeit

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers 

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