12.06.2017

5 Halbstarre Deckschichten

Erdbau, Entwässerung, Wegebau

Begriff

Halbstarre Deckschichten (HD) bestehen aus einem Asphalttraggerüst, dessen Hohlräume mit einem hydraulischen Mörtel gefüllt sind. Sie verbinden die Vorteile der starren Betonbauweise (hydraulisch gebundene Schicht) mit hoher Steifigkeit mit denen der fugenlosen Asphaltbauweise. Mit einer gebundenen Tragschicht entsteht ein verformungsbeständiger, tragfähiger Oberbau für die Aufnahme hoher Verkehrsbelastungen.

Eine halbstarre Deckschicht wird in zwei aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten hergestellt. Zunächst wird ein hohlraumreicher, offenporiger Asphalt eingebaut. Anschließend werden dessen Hohlräume mit einem speziellen Mörtel (Fließmörtel) gefüllt. Die Abb. 1 zeigt die Schnittfläche eines aus einer halbstarren Deckschicht entnommenen Bohrkerns.

Abb. 1: Schnittfläche eines aus der halbstarren Deckschicht entnommenen Bohrkerns

Im Straßenbau eignet sich die Bauweise für die Befestigung von Busverkehrsflächen (siehe Abb. 2) und Fahrstreifen, die hohen Schubbeanspruchungen durch Lkw-Verkehr ausgesetzt sind (z.B. Fahrstreifen in Industrie- und Gewerbegebieten.).

Abb. 2: Bushaltestelle mit halbstarrer Deckschicht

Außerhalb des Straßenbaus werden halbstarre Deckschichten zur Befestigung von Gewerbe- und Industrieflächen (Lager- und Umschlagplätze) eingesetzt.

Regelwerke

  • M HDMerkblatt für die Herstellung von Halbstarren DeckschichtenFGSV-Verlag, FGSV-Nr. 729

  • M OPAMerkblatt für Asphaltdeckschichten aus offenporigem AsphaltFGSV-Verlag, FGSV-Nr. 750

  • RStORichtlinien für …

Autor: Michael Ohmen

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