Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“ 12.03.2016

5 Grundwasser

Begriff

Grundwasser wird nach DIN 4049 definiert als unterirdisches Wasser, das die Hohlräume im Untergrund zusammenhängend ausfüllt und dessen Bewegung ausschließlich oder nahezu ausschließlich von der Schwerkraft und den durch die Bewegung selbst ausgelösten Reibungskräften bestimmt wird.

Regelwerke

  • DIN 4049Hydrologie; GrundbegriffeBeuth-Verlag

  • DIN 4030-1Beurteilung betonangreifender Wässer, Böden und Gase – Teil 1: Grundlagen und GrenzwerteBeuth-Verlag

  • DIN EN 1997-2Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und UntersuchungBeuth-Verlag

  • DIN EN ISO 22475-1 Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Probenentnahmeverfahren und Grundwassermessungen – Teil 1: Technische Grundlagen der AusführungBeuth-Verlag

Grundlagen

Grundwasser ist nur das frei bewegliche Wasser im Untergrund. Nicht dazugerechnet wird das durch Oberflächenspannung und Kapillarkräfte an die Oberfläche der Bodenteilchen gebundene Wasser, auch nicht das Sickerwasser, das vertikal durch die ungesättigte Bodenzone über dem Grundwasserspiegel dem Grundwasser zusickert. Grundwasser füllt die Hohlräume in den Grundwasserleitern aus:

  • Porengrundwasser: Poren in grobkörnigen und schluffigen Böden und porösen Gesteinen

  • Kluftgrundwasser: Klüfte im Gebirge

  • Karstgrundwasser: große Hohlräume in Kalkstein (Karsthöhlen)

Das Grundwasser folgt dem natürlichen Gefälle und fließt offenen Gewässern, den Vorflutern, zu. Es kann auch stehenden Gewässern zufließen oder an der Geländeoberfläche …

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers

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