Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“ 15.03.2016

5 Flexible Stützkonstruktionen

Einführung

Flexible Stützkonstruktionen sind Stützbauwerke, die aus einzelnen künstlichen Tragelementen im Verbund untereinander oder mit dem umgebenden Boden bestehen. Dazu zählen:

  • Drahtschotterbehälter (Gabionen)

  • Raumgitterwände

  • Geokunststoffbewehrte Stützkörper

Begriff

Drahtschotterbehälter (Gabionen)

Drahtschotterbehälter (Gabionen) werden mit Steinen und/oder Schotter gefüllt und zu Stützwänden aufeinandergesetzt. Durch die Einhüllung mit dem Drahtkorb ist der Schotterkörper relativ steif und kann als Schwergewichtselement eingesetzt werden.

Abb. 1: Aufbau einer Gabionenwand

Konstruktive Hinweise

Drahtschotterbehälter (Gabionen)

Höhere Gabionenkonstruktionen können rückverankert werden. Bei einer geschütteten Böschung ist die Verankerung mit einer Bewehrung aus Geokunststoffen in der Schüttung auszuführen oder auch mit Stahlgittermatten.

Die Gabionenbauweise hat gegenüber den Betongewichtswänden den Vorteil einer sehr schnellen Realisierbarkeit: neben der Einbaustelle in Vorbereitung gefüllte Gabionen können mit einem Bagger oder Kran eingesetzt und aufeinandergestapelt werden. Damit ist eine instabile Baugrubenböschung kurz nach dem Freilegen zu sichern.

Abb. 2: Gabionenwand im Bau

Begriff

Raumgitterwände

Raumgitterwände bestehen aus ineinandergesteckten Betonelementen, die ein offenes dreidimensionales Gitter bilden, das mit Boden gefüllt wird und dadurch seine Masse erhält, sie wirken also wie eine Gewichtswand. Sie können sowohl als alleiniges Stützelement …

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers

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