Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“ 15.03.2016

5 Bodenabtrag im Verkehrswegebau

Bei der Planung der Ausführung einer Baumaßnahme ist der Bauablauf so zu wählen, dass folgende Bedingungen einzuhalten sind:

  • Bei einem Einschnitt darf der Boden in der Einschnittsohle und den Böschungen nicht aufgelockert oder sonst ungünstig verändert werden.

  • Beim Bau eines Damms muss der Aufbau so gesteuert werden, dass ein Versagen vermieden und die Umgebung nicht beeinträchtigt wird.

  • Der Aushubboden ist so zu gewinnen, dass er in seiner Einbaubarkeit nicht negativ verändert wird.

Ferner sollte so vorgegangen werden, dass die Abtragsmassen passend zum Wiedereinbau gewonnen werden. Beispiel: Wenn im tieferen Teil eines Einschnitts Fels ansteht, der an anderer Stelle z.B. für eine Bodenverbesserung oder die erste Schüttlage eines Damms zu verwenden ist, sollte der Abtragsvorgang so geplant werden, dass der Fels dann gelöst und geladen wird, wenn er direkt eingebaut werden kann. Zwischenlagerungen sind möglichst zu vermeiden, weil sie kostenträchtig sind und weil die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung der Eigenschaften des abgelagerten Materials durch Wassereindringen und Verwitterung besteht.

Ist eine Zwischenlagerung nicht zu vermeiden, ist der Boden lagenweise einzubauen und zu verdichten, wobei die Anforderungen an die Einbaudichte wie beim Dammbau einzuhalten sind (ZTV E-StB). Oberfläche und Böschungen müssen eben abgezogen werden und eine ausreichende Querneigung erhalten, damit Wasser abfließen kann (mindestens 6 %).

Ein Einschnitt kann in horizontalen Lagen ausgeräumt …

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers

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