Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“
15.03.2016

4 Vertikale Bauwerksabdichtungen

Erdbau, Entwässerung, Wegebau

Anwendungsbereich

Dieser Themenabschnitt gilt für alle mit Erden oder Schüttstoffen hinterfüllten starren Bauwerke (z.B. Stützmauerwerke und ein- bzw. zweischaligen Betonstützmauern) des Garten- und Landschaftsbaus.

Abdichtung

Vertikale Abdichtungen von erdberührten Bauwerken oberhalb des Bemessungswasserstands in Anlehnung an DIN 18195-4

Geltungsbereich

Die folgenden Ausführungen gelten dann, wenn zu erwarten ist, dass das Bauwerk nur durch Bodenfeuchte und nicht stauendes Sickerwasser in Form von Kapillar-, Haft- und Sickerwasser angegriffen wird (Tab. 1).

Mit Bodenfeuchte muss in jedem Fall gerechnet werden, soweit

  • die Bodenverhältnisse stark durchlässig sind (Wasserdurchlässigkeitsbeiwert k > 10-4 m/s nach DIN 18130-1)

  • oder wenn bei weniger durchlässigen Böden eine Dränung nach DIN 4095 vorhanden ist.

    a) Bodenfeuchte bei stark durchlässigen Böden: keine Dränung b) bei Stau- und Sickerwasser in schwach durchlässigen Böden: Dränung ist notwendig

    Abb. 1: Funktionsskizze: Stützmauer mit vertikaler und horizontaler Abdichtung und Schutzschicht

Zur Beachtung

Erfüllt der Wasserdurchlässigkeitsbeiwert des Bodens nicht die oben genannte Anforderung und ist keine dauerhaft funktionierende Dränage vorgesehen oder möglich (z.B. wegen zu hoch gelegener Vorflut oder bei Vorhandensein von Stauwasser), dann muss das Bauwerk nach DIN 18195-6 „Abdichtung gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser “vertikal abgedichtet werden.

Diese Abhandlung gilt nicht

für Gebäude …

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers 

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