Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“
15.03.2016

4 Massive Stützkonstruktionen

Erdbau, Entwässerung, Wegebau

Einführung

Massive Stützkonstruktionen werden oft eingesetzt, wenn sehr steile Böschungen herzustellen sind, größere Belastungen aus Erddruck erwartet werden und Verformungen begrenzt werden müssen.

Die Tragwirkung beruht auf dem Widerstandsprinzip und kann in Kombination mit einer Verankerung verbessert werden. Die Konstruktionen unterscheiden sich in der Art ihrer Lastabtragung. Dazu zählen Gewichtsstützwände, Winkelstützwände, Bohrpfahlwände und Spundwände. Im weiteren Sinne zählen auch die Verdübelung sowie Verankerungen und Vernagelungen von Böschungen dazu.

Begriff

Gewichtsstützwände

Eine Gewichtsstützwand trägt den Erddruck aus der Böschung über ihre Masse und den Scherwiderstand in der Gründungssohle in den Untergrund ab. Die Stützwirkung wird erreicht durch einen massigen und in sich biege- und schubsteifen Baukörper mit großer Aufstandsfläche. Gewichtswände werden besonders zur Stützung von Abtragsböschungen verwendet, weil ihre Fundamentbreite geringer sein kann als bei Winkelstützwänden und dadurch der Eingriff kleiner ist. Ihr Bau setzt voraus, dass die Baugrubenböschung über die ganze Bauzeit ausreichend standsicher ist. Vor rutschgefährdeten Böschungen sind sie daher nicht einzusetzen.

Abb. 1: Schwergewichtswand

Winkelstützwände

Im Gegensatz zur Gewichtsstützwand ist die Winkelstützwand eine schlanke, auf Biegung beanspruchte Konstruktion aus Stahlbeton mit einem zur Böschung gerichteten Kragarm als Fundamentschenkel, Sporn oder Konsole. Aufgrund des durch …

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers 

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