Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“
15.03.2016

4 Bodenverdichtung

Einführung

Die Verdichtbarkeit eines Bodens hängt von seiner Korngrößenverteilung und vom Wassergehalt ab. Sie wird über den Proctorversuch untersucht, in dem die erreichbare Dichte in Abhängigkeit vom Wassergehalt bestimmt wird. Es wird unterschieden zwischen dem einfachen und dem modifizierten Proctorversuch. Beim modifizierten ist die Verdichtungsarbeit höher als beim einfachen Proctorversuch. Dadurch ist mit ihm eine höhere Dichte erreichbar, aber bei einem niedrigeren Wassergehalt. Üblicherweise, d.h. im Regelwerk des Straßenbaus, wird die einfache Proctordichte den Anforderungen zugrunde gelegt. Bei Schüttmaterial, das bei der Verdichtung zur Nachzertrümmerung neigt bzw. das im eingebauten Zustand durch Verwitterung der Körner Umlagerungen und damit Setzungen hervorruft (z.B. veränderlich feste Gesteine), sollte die Anforderung an die zu erzielende Dichte mit dem modifizierten Proctorversuch festgelegt werden.

Abb. 1: Verdichtungskurven für den einfachen und den modifizierten Proctorversuch

Es gibt verschiedene Verdichtungsgeräte, die jeweils unterschiedliche Wirkung haben:

  • Fallplatten, die von einem Seilbagger fallengelassen werden, sind kaum noch in Gebrauch, für Felsschüttungen aber durchaus geeignet.

  • Bindige Böden werden am besten knetend verdichtet: Schaffuß- oder Stampffußwalzen, statisch oder mit Vibration (Abb. 2).

  • Eine Schlussverdichtung von bindigen Böden erfolgt am besten statisch mit Glattmantel- oder besser noch mit schweren Gummiradwalzen.

  • Bei grobkörnigen …

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers

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