15.03.2016

3 Versickerungsfähige Verkehrsflächen

Begriff

Versickerungsfähige Verkehrsflächen bestehen aus Straßenoberbauten, die einen Teil des im Straßenraum anfallenden Niederschlagswassers durch wasserdurchlässige Schichten in den Untergrund ableiten. Sie stellen neben der Versickerung über begrünte Flächen außerhalb der Verkehrsfläche (z.B. Böschungen, Rasenmulden, Sickerbecken) eine weitere Möglichkeit dar, die Entwässerungs- und Abwasseranlagen sowie die Gewässer zu entlasten und die Grundwasserneubildung zu fördern, ohne hierfür gesonderte Flächen in Anspruch zu nehmen.

Die Wasserdurchlässigkeit wird durch die Zusammensetzung und Eigenschaften der in den einzelnen Schichten des Oberbaus verwendeten Baustoffe erreicht. Offene, miteinander verbundene Hohlräume (Poren) ermöglichen die Versickerung. Kenngrößen für die Wasserdurchlässigkeit sind der Wasserdurchlässigkeitsbeiwert kf und der Infiltrationsbeiwert ki. Die Wasserdurchlässigkeit wird mit Infiltrationsgeräten vor Ort oder im Labor gemessen, und die Kennwerte werden bestimmt.

Versickerungsfähige Verkehrsflächenbefestigungen lassen sich herstellen mit:

  • Pflasterdecken und Plattenbelägen mit aufgeweiteten Fugen/Sickeröffnungen und/oder Betonsteinen aus wasserdurchlässigem Beton

  • Asphaltoberbauten mit offenporigen, wasserdurchlässigen Asphaltdecken

  • Betonoberbauten mit wasserdurchlässiger Betondecke

Unterhalb von Decke und Belag leiten wasserdurchlässige Tragschichten ohne Bindemittel oder wasserdurchlässige Asphalt- oder Betontragschichten das Niederschlagswasser in …

Autor: Michael Ohmen

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