Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“
15.03.2016

3 Horizontale Bauwerksabdichtungen

Erdbau, Entwässerung, Wegebau

Anwendungsbereich

Dieser Themenabschnitt gilt für alle starren Bauwerke (Bauwerke, die mit hydraulischen Bindemitteln hergestellt werden) des Garten- und Landschaftsbaus, insbesondere für

  • Vollsteinmauerwerke,

  • Mischmauerwerke,

  • Verblendmauerwerke (zwei- und dreischalig) sowie

  • Beton- und Stahlbetonmauern

Alternative Begriffe

Horizontale Abdichtungen in Bauwerken werden in der Fachliteratur und Baupraxis auch mit folgenden Begriffen belegt:

  • waagerechte Abdichtung

  • Feuchtigkeitssperrbahn

  • Wassersperrschicht

  • Kapillarsperrschicht

  • Querschnittsabdichtung

  • Fußpunktabdichtung o.Ä.

Abdichtung

Lagen der horizontalen Abdichtungen im Bauwerk

Erste Abdichtungslage

Zwingend erforderlich ist mindestens eine Abdichtungslage zwischen Fundament und dem aufstehenden Bauwerksteil (z.B. Mauerwerk oder Betonmauer). Die Abdichtung dient als Sperrschicht gegen das in das Fundament eindringende und von dort kapillar aufsteigende Bodenwasser.

Es ist ein Irrtum anzunehmen, ein Fundament-Normalbeton sei ausreichend wassersperrend oder sogar wasserdicht und benötige deshalb keine horizontale Abdichtung im Übergangsbereich zum aufstehenden Mauerwerk bzw. zur aufstehenden Betonmauer!

Bei Betonmauern, insbesondere bei bewehrten Betonmauern, darf die horizontale Abdichtung zwischen dem Fundament und dem aufstehenden Mauerteil der notwendigen innigen Verbindung beider Bauteile nicht entgegenstehen. Die horizontale Abdichtung und der innige Verbund sind z.B. durch mineralische Dichtungsschlämme zu erzielen.

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers 

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