Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“ 22.11.2016

3 Bäume der Zukunft

In den letzten Jahren haben unsere Straßenbäume mehr und mehr mit Schädlingen und Trockenheit zu kämpfen. Den weißen Rosskastanien machen die Miniermotte und der Rindenbrand zu schaffen. Ulmen sind fast völlig aus unserem Straßenbild verschwunden. Es ist eine Kombination aus Klimaerwärmung, schlechten Standortbedingungen und (zum Teil) eingeschleppten Schädlingen, die unseren Bäume zusetzt. Damit auch weiterhin Bäume für ein besseres Stadtklima sorgen können, ist es allerhöchste Zeit, Baumarten und -sorten zu finden, die den kommenden Herausforderungen gewachsen sind. Zu den normalen Stressfaktoren eines Straßenbaums, wie Streusalzeintrag oder beengter Wurzelraum, sollen sie auch mit häufiger auftretenden Extremwetterlagen, steigenden Durchschnittstemperaturen, längeren Trockenperioden und Frosteinbrüchen klarkommen. Im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) werden nun bundesweit Bäume unter realen, aber standardisierten Bedingungen an Straßen getestet.

Es werden Baumarten aus dem nordamerikanischen, asiatischen und (süd-)osteuropäischem Raum gesichtet und erprobt. Sie bergen das Potential, den zukünftigen wärmeren Klimabedingungen zu trotzen. In Bayern wird zusätzlich untersucht, ob die Zugabe von Mykorrhiza ins Bodensubstrat das Wachstum und die Widerstandskraft positiv beeinflussen. Unter Mykorrhiza versteht man das Geflecht bestimmter Pilzarten, die mit Baumwurzeln in Symbiose leben (d.h. zum gegenseitigen Vorteil). Ein weiteres Auswahlkriterium ist auch …

Autor: Telse Polenski

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