Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“
12.03.2016

3 Anwendung Trennen

Erdbau, Entwässerung, Wegebau

Begriffe

Trennwirkung

Beim Aufbringen von grobkörnigem Schüttmaterial auf einen feinkörnigen Boden besteht die Gefahr der Durchmischung, vor allem wenn die Schüttlage belastet wird, z.B. durch den Bauverkehr. Ein Geotextil als Trennschicht verhindert die Durchmischung, lässt aber das Durchströmen von Wasser zu. Insofern kann man das Trennen als Filtern unter Auflast verstehen. Ein einfaches Beispiel zeigt Abbildung 1: Der Schotter für den Gründungskoffer einer Brücke über einer Schicht aus breiigem organischem Schluff wurde über einer Trennlage eingebracht. Der Stiefel des Bauarbeiters sinkt tief in den Untergrund ein, versinkt aber nicht. Das dabei verdrängte Wasser kann aufsteigen, auch die Schotterkörner versinken nicht. Die Geotextillage sorgt also dafür, dass das Schüttmaterial von dem feinkörnigen Untergrundboden getrennt wird und sich als geschlossenes Paket unter der Bauwerkslast mit der Konsolidierung des Untergrunds setzt. Dafür ist die Wasserdurchlässigkeit des Geotextils entscheidend und darüber hinaus die Fähigkeit des Schüttkörpers, das aufsteigende Wasser aufzunehmen und abzuleiten, denn die Konsolidierung des Untergrunds erfolgt unter Wasserabgabe nach oben und zur Seite.

Abb. 1: Geotextile Trennschicht

Tragfähigkeit

Die Tragfähigkeit einer Schüttung auf einem wenig tragfähigen Untergrund hängt vom Zusammenwirken mehrerer Faktoren ab:

  • Tragfähigkeit der Schüttlage

    Abnahme der Tragfähigkeit der Schüttung durch aufsteigendes Feinmaterial

    Zunahme der Tragfähigkeit …

Autor: Wilmers  

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