Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“ 15.03.2016

2 Entwässerungsmaßnahmen

Überblick

Wasser, das in einer Böschung versickert, dieser zufließt oder aus dieser herausfließt, schädigt und gefährdet diese, weil

  • durch Aufweichen die Scherfestigkeit der Böden reduziert wird,

  • ein hoher Wasserspiegel hinter der Böschung durch Wasserdruck und Strömungsdruck und ggf. Auftrieb auf die Böschung wirkt,

  • die Wichte von Böden sich mit zunehmender Wassersättigung erhöht,

  • Sickerwasser unterirdische Auslaugungs- und Verfrachtungsvorgänge (Subrosion und Suffosion) erzeugen kann,

  • Oberflächenwasser Abtragungs- und Verlagerungsprozesse an der Böschungsoberfläche (Erosion) verursachen kann,

  • Wasser im Boden je nach Sättigung zu Quell- und Schrumpfprozessen führen kann.

Abb. 1: Wasserzufluss zu einer Böschung

Daher sind Ausmaß und Auswirkung des einem Böschungssystem zuströmenden Wassers zu berücksichtigen. Insbesondere sind zu beachten:

  • Hangwasser (einer Böschung bzw. einem Hang von oberhalb der Krone zuströmendes Oberflächenwasser)

  • Sickerwasser, das auf einer geneigten, weniger durchlässigen Bodenschicht abfließt (Berg- bzw. Schichtenwasser)

  • Zusickerung aus Dränagemaßnahmen (Rigolen, Dränsysteme)

In den RAS Ew sind die verschiedenen Entwässerungssysteme eingehend beschrieben. Sie werden hier nur skizziert.

Begriff

Abfanggräben und Ableitungen

Abfanggräben entlang der Böschungskrone dienen dazu, das einer Böschung von oberhalb zufließende Oberflächenwasser von dieser fernzuhalten. Sie werden meist als offene Entwässerungsmulde gestaltet. Auf ein ausreichendes Längsgefälle …

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers

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