12.06.2017

2 Bautechnische Maßnahmen in Wasserschutzgebieten (RiStWag)

Erdbau, Entwässerung, Wegebau

Begriff

Wasserschutzgebiete werden überwiegend zur Sicherung der öffentlichen Wasserversorgung festgesetzt. Dadurch sollen die oberirdischen und unterirdischen Gewässer vor nachteiligen Einwirkungen geschützt, das Grundwasser angereichert oder das schädliche Abfließen von Niederschlagswasser sowie das Abschwemmen und der Eintrag von Bodenbestandteilen, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln in Gewässer verhütet werden. Die Festsetzung erfolgt durch Rechtsverordnung der jeweiligen Landesregierung.

Von einer Straße können Gefährdungen für das Grundwasser sowie für stehende und fließende Gewässer ausgehen. Grundwasser ist besonders gefährdet, da schädliche Auswirkungen oft nicht oder nicht sofort erkennbar sind. Die Schäden können dann häufig nicht schnell genug und nur mit großem Aufwand beseitigt werden. Wird eine Straße in einem Wasserschutzgebiet gebaut, können daher besondere bautechnische Maßnahmen zum Schutz der ober- und unterirdischen Gewässer erforderlich werden.

Nach DVGW, W 101 wird ein Wasserschutzgebiet für Grundwasser in folgende Schutzzonen gegliedert:

  • Fassungsbereich (Zone I)Die Zone I soll den Schutz der Trinkwassergewinnungsanlage und ihrer unmittelbaren Umgebung vor jeglichen Verunreinigungen und Beeinträchtigungen gewährleisten.

  • engere Schutzzone (Zone II)Die Zone II soll den Schutz vor Verunreinigungen durch pathogene Mikroorganismen (z.B. Bakterien, Viren, Parasiten und Wurmeier) sowie vor sonstigen Beeinträchtigungen gewährleisten, die bei geringer Fließdauer und …

Autor: Lange

Sie sehen nur einen Ausschnitt aus dem Produkt „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“. Sie können den vollständigen Text nachlesen, indem Sie das Produkt „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“ bestellen und 14 Tage lang kostenlos testen.