Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“ 01.06.2016

2 Aufgrabungen in Verkehrsflächen

Begriff

Unterhalb des Oberbaus öffentlicher Verkehrsflächen ist eine Vielzahl von Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt. Bei Neuverlegungen in bereits bestehenden Verkehrsflächen, bei der Verstärkung und bei Reparaturmaßnahmen vorhandener Leitungen ist es in der Regel notwendig, die vorhandene Verkehrsflächenbefestigung aufzugraben und den Asphalt- und Betonaufbruch einer Wiederverwendung zuzuführen. Anschließend sind die ungebundenen Schichten auszuheben und für eine mögliche Wiederverwendung vor Ort zu lagern. Nach der Reparatur der Ver- oder Entsorgungsleitung(en) ist die Baugrube bis unterhalb des Verkehrsflächenoberbaus wieder ordnungsgemäß zu verfüllen und lagenweise zu verdichten. Anschließend ist der ungebundene und gebundene Teil der Verkehrsfläche wiederherzustellen.

Von der Aufgrabungsstelle dürfen während der Herstellung und nach Abschluss aller Arbeiten keine Verkehrsgefährdungen ausgehen. Außerdem darf die Verkehrsflächenbefestigung keine nachhaltigen Beeinträchtigungen ihrer Gebrauchseigenschaften und Nutzungsdauer erfahren.

Regelwerke

  • ZTV A-StB 12Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Aufgrabungen in Verkehrsflächen, Ausgabe 2012FGSV-Verlag, FGSV-Nr. 976

  • DIN 18318Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV);Verkehrswegebauarbeiten – Pflasterdecken und Plattenbeläge, in ungebundener Ausführung, Einfassungen, Ausgabe 2015-08 (VOB Teil C) Beuth Verlag

  • DIN 4124Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten,…

Autoren: Liebich , Ohmen

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