12.06.2017

18 Kompakte Asphaltbefestigungen

Begriff

Eine kompakte Asphaltbefestigung besteht nach den ZTV Asphalt-StB sowie dem Merkblatt für den Bau kompakter Asphaltbefestigungen (M KA) aus zwei Walzasphaltschichten, bei denen die obere Schicht (Asphaltdeckschicht) und die untere Schicht (Asphaltbinderschicht) heiß auf heiß unmittelbar hintereinander eingebaut werden und beide Asphaltschichten gemeinsam durch Walzen in einem Arbeitsgang verdichtet werden. Das hierfür verwendete Einbaugerät ist ein Kompaktmodulfertiger.

Darüber hinaus wird im Merkblatt die Variante „heiß auf heiß“ mit zwei unmittelbar hintereinander fahrenden Fertigern beschrieben, wobei die untere, hochvorverdichtete Schicht durch den zweiten Fertiger befahren wird. Diese Variante wird inzwischen zu der in den ZTV Asphalt-StB beschriebenen Variante als gleichwertig angesehen. Außerdem wird eine kompakte Asphaltbefestigung nach dem M KA nicht auf die Anwendung bei einer Asphaltdeckschicht und einer Asphaltbinderschicht begrenzt. Sie kann bei Verkehrsflächen der Belastungsklassen Bk 1,0 und Bk 0,3 auch aus einer Asphaltdeckschicht und einer Asphalttragschicht bestehen.

Dabei wird die Wärmekapazität der unteren Schicht genutzt, um die dünne obere Schicht besser verdichten zu können, und der Schichtenverbund ist sichergestellt.

Der Beitrag enthält die Prinzipien der Bauweise, die wesentlichen Anforderungen und Besonderheiten werden erläutert.

Regelwerke

  • ZTV Asphalt-StB Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Verkehrsflächenbefestigungen …

Autoren: Schäfer , Ohmen

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