Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“
15.03.2016

15 Leichtbaustoffe im Erdbau

Begriffe

Leichtbaustoffe können natürliche Schüttmaterialien dort ersetzen, wo es Vorteile hat, wenn ein Erdkörper eine geringe Masse hat. Das betrifft vor allem die Verringerung von Belastungen des Untergrunds beim Erd- und Straßenbau auf wenig tragfähigem Untergrund, aber auch die Verminderung des Erddrucks bei der Hinterfüllung von Bauwerken. Beim Überbauen von rutschgefährdeten Bereichen kann der Aufbau mit Leichtbaustoffen eine gute Lösung zur Erhaltung der Standsicherheit sein.

Drei Gruppen von Leichtbaustoffen sind derzeit auf dem Markt, die sich durch ihre Einbaudichte und ihre mechanischen Eigenschaften unterscheiden:

  • Hartschaumstoff aus expandiertem Polystyrol (EPS)

  • Blähton

  • Schaumglas – Synonym Glasschaum

    Tab. 1: Dichte von Erdbaustoffen (natürliche Böden, teilwassergesättigt)

    Baustoff

    Einbaudichte [g/cm3]

    Schluff, Sand, Kies

    1,70–2,20

    gemischtkörnige Böden

    1,90–2,35

    Blähton

    0,25–0,40

    Glasschaumgranulat

    0,20–0,25

    EPS-Hartschaumblöcke

    0,015–0,035

Natürliche Leichtbaustoffe wie Bims oder Lavaschlacke haben allenfalls lokale Bedeutung und werden hier nicht behandelt. In ihrer Anwendung sind sie ähnlich dem Blähton.

Regelwerke

  • ZTV E-StBZusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im StraßenbauFGSV-Verlag, FGSV-Nr. 599

  • TL SoB-StBTechnische Lieferbedingungen für Baustoffgemische und Böden zur Herstellung von Schichten ohne Bindemittel im StraßenbauFGSV-Verlag, FGSV-Nr. 697

  • RStORichtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen

Autor: Dr. Wilhelm Wilmers

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