Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“
15.03.2016

10 Herstellung von Asphaltschichten mit Niedrigtemperaturasphalt

Erdbau, Entwässerung, Wegebau

Begriff

Mit temperaturabgesenktem Asphalt (Niedrigtemperaturasphalt) werden allgemein eine Reduzierung der Emission von Dämpfen und Aerosolen während des Einbaus sowie eine Abnahme der CO2-Belastung bei der Asphaltherstellung erzielt. Im Besonderen bei der Herstellung und Verarbeitung von temperaturabgesenktem Gussasphalt können die eingeführten Luftgrenzwerte eingehalten werden.

Das Verfahren beruht darauf, dass dem Bitumen bzw. dem Asphalt viskositätsverändernde organische oder mineralische Zusätze zugegeben werden, die die Viskosität (Zähflüssigkeit) des Bitumens bzw. Asphaltmörtels herabsetzen. Damit können gegenüber den üblichen Herstell- und Verarbeitungstemperaturen deutlich niedrigere Asphalttemperaturen eingestellt und trotzdem kann ein anforderungsgerechter Einbau ermöglicht werden.

Ohne vollständige Ausschöpfung des Potenzials der Temperaturabsenkung lässt sich mit den Zusätzen das Zeitfenster für die Verdichtung von Walzasphalt vergrößern sowie die Verarbeitung von Gussasphalt verbessern.

Die üblichen Herstell- und Verarbeitungstemperaturen können je nach Asphaltart um 20–30 °C reduziert werden.

Regelwerke

  • ZTV Asphalt-StBZusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Verkehrsflächenbefestigungen aus AsphaltFGSV-Verlag, FGSV-Nr. 799

  • ZTV BEA-StBZusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für die bauliche Erhaltung von Verkehrsflächen – AsphaltbauweisenFGSV-Verlag, FGSV-Nr. 798

  • TL Asphalt-StBTechnische Lieferbedingungen für …

Autor: Michael Ohmen 

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