Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“
15.03.2016

10 Felslöseverfahren

Erdbau, Entwässerung, Wegebau

Begriff

Im Rahmen der Erdarbeiten für Straßenbaumaßnahmen fallen neben den normalen Bodenabtragsarbeiten in bestimmten Bereichen auch Felsabtragsarbeiten an, die besondere Löseverfahren wie spezielle Geräte oder Sprengungen erfordern.

Ziel muss sein, eine Böschung im vorgesehenen Profil ohne Mehraushub herzustellen. Die Standsicherheit darf nicht beeinträchtigt werden. Die Standsicherheit einer Felsböschung hängt von der Gesteinsfestigkeit ab. Sie ist aber vor allem bestimmt vom Trennflächengefüge, d.h. von der Anzahl und Art der Klüfte, die den Gebirgskörper durchschneiden, und ihrer Lage im Raum. Lage im Raum bedeutet die Richtung einer Fläche und ihre Neigung. Auf einer steilen Fläche, die zum Böschungsfuß hin einfällt, wird der Fels leicht abrutschen, eine horizontale Fläche ist stabil. Eine mittelsteile Fläche kann stabil sein, aber wenn sie durch Erschütterungen aufgelockert wird, dann kann der Fels abrutschen.

Es ist möglich, steile Böschungen unter Berücksichtigung der Gesteinsfestigkeit und des Trennflächengefüges herzustellen. Das setzt voraus, dass Reißgeräte nicht zu tief in die Böschung eingreifen. Die Sprengbohrungen dürfen nicht zu tief, d.h. nicht bis in die Böschungsfläche hineinwirken, und die Erschütterungen müssen begrenzt sein, damit das Kluftgefüge in der Böschung nicht aufgelockert wird.

Abb. 1: Zerstörung durch zu tiefes Reißen

Abb. 2: Zerstörung durch zu tiefes Sprengen

Regelwerk

  • ZTV E-StBZusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien …

Autor: Wilmers  

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