Fachbeitrag | Beitrag aus „Praxishandbuch Erdbau, Entwässerung, Wegebau“ 15.03.2016

1 Vegetative Bauweisen

Begriff

Hier werden vegetative Bauweisen ohne oder in Kombination mit unbelebten Baustoffen geschildert. Diese Bauweisen erfüllen nicht einen nur rein technischen Zweck, wie Ufer- oder Böschungssicherung, Wind- und Erosionsschutz, sondern dienen auch ökologischen Zwecken. Nicht zuletzt helfen sie das Landschaftsbild wiederherzustellen. Gerade als Maßnahmen zum Erosionsschutz an Böschungen werden ingenieurbiologische Bauweisen in der Zukunft immer wichtiger werden. Alle Prognosen gehen davon aus, dass die Niederschlagsmengen zunehmen werden, ebenso wie die Variabilität der Niederschläge (Starkregenereignisse). Vegetative Bauweisen werden auch zum Ausgleich und zur Minderung von Eingriffen in die Natur und Landschaft eingesetzt. Deswegen werden an sie nicht nur technische, sondern auch naturschutzrechtliche Anforderungen gestellt. Dazu zählt nicht nur die Verwendung heimischer Pflanzenarten, sondern auch der Nachweis ihrer Herkunft („gebietsheimische“ Arten). Techniken, die der Ufer- und Dünensicherung, dem Lawinen- oder Küstenschutz dienen, werden hier nicht behandelt.

Regelwerke

  • Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz – BNatSchG) von 2009, letzte Änderung 07.08.2013

  • Brandenburg: Sicherung gebietsheimischer Herkünfte bei der Pflanzung von Gehölzen in der freien Natur; Gemeinsamer Erlass des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft und des Ministeriums Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz vom 18.09.2013

  • Handbuch für die landschaftspflegerische Begleitplanung …

Autor: Polenski

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