06.06.2017

Kritik am Versand von Lithium-Ionen-Akkus und Energiesparlampen über Paketdienstleister

Seit Juli 2016 müssen große Vertreiber alte Elektro- und Elektronikgeräte zurücknehmen, wenn diese eine kleinere Kantenlänge als 25 cm aufweisen. Onlinehändler bieten dazu überwiegend den Paketversand an. Der Versand von Lithium-Ionen-Akkus über Paketdienstleister birgt aber erhebliche Risiken.

Paketdienst

Der Versand von Lithium-Ionen-Akkus und Energiesparlampen über Paketdienstleister ist jetzt in die Kritik geraten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert einen Stopp der paketgestützten Rücknahme alter Energiesparlampen und Lithium-Ionen-Akkus. Die Befürchtung des Verbandes: Energiesparlampen könnten während des Postversands zerbrechen und Quecksilber freisetzen, Lithium-Ionen-Akkus in Brand geraten. Damit würden Transportdienstleister und andere beteiligte Personen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.

Versand von Lithium-Ionen Akkus nicht per Paket

Deshalb sollten sich die Onlinehändler am Aufbau bzw. den Kosten flächendeckender stationärer Sammelsysteme beteiligen. Verbraucher sollten nach Ansicht der DUH die Elektrogeräte bei Wertstoffhöfen oder bei Elektro-Großhändlern (Verkaufsfläche über 400 Quadratmeter) abgeben.

Paketdienstleister wie Hermes, dpd, TNT und GLS haben alte Elektrogeräte bereits grundsätzlich von ihrem Versand ausgeschlossen. Bei DHL sind Altlampen ebenfalls als Rücksendung nicht erlaubt. Der Transport von Lithium-Ionen-Akkus wird angeboten, dabei müssen aber Sondervorschriften eingehalten werden. Bei UPS sind lose Akkumulatoren und Batterien vom Transport ausgeschlossen. Quecksilberhaltige Altlampen können aber zur Entsorgung aufgegeben werden.

Autor: Uta Fuchs