27.10.2016

Unfallbericht gemäß Gefahrgutbeauftragtenverordnung und ADR/RID

Gefahrstoffe

Ein Unfallbericht ist dann zu erstellen, sobald sich ein Unfall während einer vom Unternehmen durchgeführten Gefahrgutbeförderung oder während des Be- oder Entladens von Gefahrgut ereignet hat und sofern dabei Personen, Tiere, Sachen oder die Umwelt zu Schaden gekommen sind. Verantwortlich dafür ist gemäß § 8 Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV) und Unterabschnitt 1.8.3.6 ADR / RID der Gefahrgutbeauftragte (Gb).

Rechtliche Grundlage für den Unfallbericht

Gemäß § 8 Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV) in Verbindung mit Unterabschnitt 1.8.3.6 ADR/RID hat der Gefahrgutbeauftragte (Gb) dafür zu sorgen, dass der Unfallbericht nach Einholung aller sachdienlichen Auskünfte erstellt wird. Dafür zu sorgen bedeutet nicht, dass der Gb den Bericht selbst erstellen muss. Der Bericht kann beispielsweise auch von der Werkfeuerwehr verfasst werden. Wichtig ist, dass eindeutig festgelegt ist, wer den Bericht erstellt. Der Bericht kann anders als beim meldepflichtigen Ereignis formlos erfolgen, da weder die GbV noch ADR und RID hierfür ein Muster vorgeben.

Der Unfallbericht ist dem Unternehmer/der Unternehmensleitung vorzulegen und gegebenenfalls auch der für die Überwachung zuständigen Behörde.

Der Unfallbericht ersetzt nicht die Berichte der Unternehmensleitung, die entsprechend sonstigen internationalen oder innerstaatlichen Rechtsvorschriften zu erstellen sind.

Autor: WEKA Redaktion

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