05.02.2018

PSA beim Gefahrguttransport: Verband vergibt neues Qualitätssiegel

Auf dem Markt für persönliche Schutzausrüstungen (PSA) für Gefahrguttransporte gibt es viele minderwertige Produkte. Orientierung bietet ein neues Prüfsiegel.

PSA Gefahrgut

Der Markt der PSA für Gefahrguttransporte wächst und jeder will ein Stück vom Kuchen – leider auch verstärkt fachfremde Anbieter mit billigen, minderwertigen Produkten.  Damit Anwender und Einkäufer in diesem zunehmend unübersichtlichem Angebotsdschungel zuverlässige Produkte leichter erkennen können, hat der Verband Technischer Handel (VTH) 2017 ein entsprechendes Qualitätssiegel entwickelt: Das „Prüfsiegel Zertifizierter Fachbetrieb für Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) nach VTH-Standard“. Bis heute wurden bereits 18 technische Händler damit ausgezeichnet.

Dafür steht das Prüfsiegel

„Persönliche Schutzausrüstungen bringen nicht den erhofften Nutzen, wenn der Anwender nicht beraten und fachmännisch eingewiesen wurde“, erklärt Wolfgang Möwius, Vorsitzender der VTH-Fachgruppe „Persönliche Schutzausrüstungen“. Das Siegel zeichnet deshalb Arbeitsschutzfachhändler aus, die für eine fachkundige Beratung sowie eine erstklassige Produkt- und Dienstleistungsqualität stehen – sowohl, was die PSA für Gefahrgut angeht, als auch in anderen arbeitsschutzrelevanten Bereichen.

Um als „zertifizierter Fachbetrieb für PSA“  zu gelten, müssen die Händler die folgenden zehn Kriterien erfüllen:

1. Der Betrieb ist aktives Mitglied der VTH-Fachgruppe „Persönliche Schutzausrüstungen“.

2. Der Betrieb verfügt über ein zertifiziertes QM-System nach DIN EN ISO 9001.

3. Der Betrieb erfüllt alle Händlerpflichten der neuen PSA-Verordnung (EU) 2016/425.

Info PSA-Verordnung (EU) 2016/425

Fachhändler und Hersteller müssen spätestens zum 21. April 2018 die neue PSA-Verordnung der EU umsetzen. Ab diesem Zeitpunkt wird nur noch nach der neuen Verordnung zertifiziert. Produkte, die noch der „alten“ Richtlinie (Richtlinie 89/686/EGW) entsprechen, dürfen bis März 2019 in Verkehr gebracht werden.

4. Der Betrieb nimmt regelmäßig an Schulungen seiner Lieferanten und der Fachverbände teil.

5. Der Betrieb berät seine Kunden durch „Geprüfte Fachberater für PSA“ (VTH-Lehrgang).

6. Der Betrieb stellt die regelmäßige Weiterbildung seiner Mitarbeiter entsprechend dem Stand von Technik und Wissenschaft sicher.

7. Der Betrieb liefert geprüfte Qualitätsprodukte mit der dazugehörigen Dokumentation und unterstützt die Hersteller bei ihrer Produktbeobachtungspflicht.

8. Der Betrieb offeriert Hilfestellungen bei der Beurteilung von Gefahren am Arbeitsplatz.

9. Der Betrieb bietet ganzheitliche Konzepte für PSA von Kopf bis Fuß und darauf bezogene Dienstleistungen an.

10. Der Betrieb führt Leistungen im Zusammenhang mit der Prüfung prüfpflichtiger PSA (sofern im Sortiment) durch.

Autor: Uta Fuchs