Fachbeitrag | Praxis
23.11.2015

Lkw-Maut gilt jetzt auch für 7,5-Tonner

Die Lkw-Maut gilt jetzt nicht mehr nur für Fahrzeuge ab 12 Tonnen Gesamtgewicht. Seit 1. Oktober sind auch Fahrzeuge ab 7,5-Tonnen mautpflichtig.

Seit Oktober gilt die Lkw-Maut bereits für Lkw mit einem Gesamtgewicht ab 7,5 Tonnen.© kunst-mp/​iStock/​Thinkstock

Die Mautpflicht bestand bis zum 30.09.2015 grundsätzlich für Kraftfahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen, die ausschließlich für den Güterkraftverkehr bestimmt sind und deren zulässiges Gesamtgewicht – einschließlich Anhänger – mindestens 12 Tonnen beträgt. Seit 01.10.2015 ist diese Mautpflicht auf Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen erweitert.

Wie berechnet sich die Lkw-Maut?

Die Lkw-Maut wird in Deutschland abschnittsbezogen erhoben. Ein mautpflichtiger Abschnitt ist jeweils die Strecke zwischen zwei Knotenpunkten des mautpflichtigen Netzes. In § 3 des Bundesfernstraßenmautgesetzes wird die abschnittsweise Berechnung und Rundung klargestellt. Die Knotenpunkte werden in der Bundesstraßenmaut-Knotenpunkteverordnung veröffentlicht.

Grundlage für die Berechnung der Mauthöhe sind seit 01.01.2015 Infrastrukturkosten je Kilometer (in Abhängigkeit von der Anzahl der Achsen) und Luftverschmutzungskosten je Kilometer (in Abhängigkeit von der Schadstoffklasse).

Tipp: In Gefahrguttransport ADR/RID finden Sie eine übersichtliche Arbeitshilfe zur Berechnung der Lkw-Maut.

Konsequenz bei Mautverstößen

Werden Verstöße festgestellt, wird erstens die Lkw-Maut nacherhoben und zweitens ein Bußgeld in Höhe von bis zu 20.000 Euro verhängt.

Welche konkreten Fälle mit welcher Bußgeldhöhe belegt werden, ist in einem Bußgeldkatalog festgelegt, der zwischen dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung sowie dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) abgestimmt wurde. Dieser Bußgeldkatalog zur Lkw-Maut steht als Download auf der Internetseite des BAG zur Verfügung.

Autor: Beate Schleicher 

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